Marktplatz: Koalition will Aufenthaltsqualität und Erreichbarkeit steigern

Kluge Stadtentwicklung13. April 2017

Mit dem Ziel die Aufenthaltsqualität des Marktplatzes zu verbessern, die Erreichbarkeit der Innenstadt für den Öffentlichen Nahverkehr zu erhöhen und für den Individualverkehr zu erhalten, hat die Koalition aus CDU, BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN, FDP und FW sich auf eine Konzeption für den Marktplatz verständigt. „Für Offenbachs unwirtlichsten Platz und die Innenstadt insgesamt kann der neue Marktplatz ein Quantensprung werden“, hoffen die Koalitionäre.

Die Konzeption, die auch die umliegenden Seitenstraßen enthält, unterscheidet sich von in der Vergangenheit vorgestellten lückenhaften Varianten durch ein praktikables Haltestellenkonzept, welches das erwartete Wachstum des Öffentlichen Nahverkehrs abbilden kann. Ebenso verzichtet die Koalition, zumindest zunächst, auf die geplante Sperrung des Marktplatzes zur Waldstraße hin. „Mit unserer gemeinsamen Lösung verbessern wir die bisherige Planung deutlich. Wir haben sowohl die Kompetenz der Nahverkehr in Offenbach GmbH (NiO) als auch Verkehrsplaner sowie das Stadtplanungsamt intensiv einbezogen“, so die Koalitionäre.

Auch die Einschätzungen und Interessen der unterschiedlichen Beteiligten wurden analysiert, angehört und abgewogen. Dazu gehörten Gastronomen, Hausbesitzer und Marktbeschicker ebenso wie Vertreter des Einzelhandels. Für die Kunden des Einzelhandels und Besucher soll die Innenstadt attraktiver werden.

Das Ergebnis haben die Bündnispartner in einem Pflichtenheft zusammengefasst, das sie heute dem Oberbürgermeister als zuständigen Baudezernenten an die Hand geben konnten. Aus dem Pflichtenheft geht hervor, wie der Umbau des Marktplatzes umzusetzen ist, damit die Koalitionäre dem Projektbeschluss im Juni zustimmen können.

Die Lösung aus Sicht der Koalition im Überblick:

  • Die Aufenthaltsqualität und Verweildauer von Kunden und Passanten wird erhöht.
  • Fußgängern und Fahrradfahrern wird ermöglicht, sich gleichberechtigt, barrierefrei und sicher im öffentlichen Raum zu bewegen.
  • Gleichzeitig werden alle Beziehungen eines funktionierenden innerstädtischen Verkehrsflusses erhalten.
  • Ein zukunftsfähiger öffentlicher Personennahverkehr wird auch gemäß den zusätzlichen Erfordernissen des neuen Nahverkehrsplans gewährleistet.
  • Dem Wunsch von Einzelhandel und Marktbeschickern wird entsprochen, alle Ziele mit Individualverkehr zu erreichen. Dagegen werden Teile des Durchfahrtverkehrs reduziert.
  • Es wird kaum vom bisherigen Gestaltungsentwurf abgewichen. So werden etwa vor das Stadthaus Bushaltestellen verlegt, um noch einen ausreichend großen barrierefreien Bereich zu haben, wie ursprünglich vorgesehen.
  • In angrenzenden Straßen werden geringfügig Veränderungen der Fahrtrichtung vorgenommen.
  • Mitsprachemöglichkeiten der Betroffenen und Anlieger werden geachtet, besonders was die zeitliche Bauphasenplanung und die Detailplanung der Flächen vor den eigenen Gebäuden angeht z.B. zum Entladen oder in der Außengastronomie.