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Mehr Mobilität beginnt im Rathaus

Neues Wohnen bringt auch neuen Verkehr. Dagegen gibt es kein Patentrezept. Die Stadt reagiert darauf mit einer Autoverhinderungspolitik, schleichender Parkraumverknappung und künstlichen Staus. Wer den Wirtschaftsstandort und den Einkaufsstandort Offenbach stärken will, darf den Autoverkehr nicht gegen Bus, S-Bahn und Fahrrad ausspielen. Wir brauchen alle Formen der Mobilität. Unsere Chance liegt im Leitbild Offenbachs als Stadt der kurzen Wege, das wir wieder beleben wollen.

Beispiel Marktplatz: Auch wir wollen diesen Platz verschönern. Der Rathauskoalition geht es aber darum, die Autofahrer zu drangsalieren. Sie will die Waldstraße an ihrem nördlichen Ende in eine Einbahnstraße umbauen und den Marktplatz an seinem südlichen Ende für die Durchfahrt von Norden nach Süden sperren. Der Verkehr wird dann völlig verworren durch die Innenstadt geführt. Wer einmal falsch abbiegt, ist zu einer endlosen Odyssee gezwungen. So entsteht erst sinnloser Verkehr. Die Strategie der Rathausmehrheit, den Verkehr auf immer weniger Straßenraum zu konzentrieren und bewährte Verbindungen zu kappen, führt ins Verkehrschaos.

Was wir anpacken wollen

Schritte zum flüssigeren Verkehr gehen. Wir wollen von Stadtplanern geschaffene künstliche Staus verringern. Beispiel Berliner Straße: Am Kunstkreisel kurz vor der Kaiserstraße  wird ein frühzeitiges Einfädeln auf die Rechts- und die Linksabbiegerspur verhindert - und alle stehen sinnlos im Stau.  Das schreckt City-Kunden ab, lässt sich aber durch kleine Maßnahmen verbessern. Ampelschaltungen müssen regelmäßig überprüft werden, ob sie bestmöglichen Verkehrsflusses ermöglichen, denn Verkehrsströme ändern sich. Wir wollen nach Vorbild der Stadt Heilbronn mehr „Grüne Pfeile“ an geeigneten Kreuzungen. Tempo 30 in Wohnstraßen macht oftmals Sinn, auf Hauptstraßen aber nicht. Solche Pläne lehnen wir ab.

Wir wollen Parksuchverkehr vermindern,  weil er Staus und Umweltbelastung verursacht. Wir schaffen neue Parkplätze durch Schräg- statt Längsparken an geeigneten Straßen. Um Offenbach als Einkaufsstadt zu positionieren, muss das dynamische Parkleitsystem alle Parkhäuser umfassen und mittelfristig auch den Mainuferplatz.  Das System  ist so zu ergänzen, dass es den Verkehr schon früh auf freie Parkmöglichkeiten hinweist und nicht erst in der zentralen City.

Wir wollen einen leistungsfähigen Öffentlichen Nahverkehr. Das entlastet nicht nur die Straßen. Mehr Kunden bringen letztlich auch mehr Einnahmen. Doch unter der Verantwortung eines „grünen“ Dezernenten wurden Fahrtakte von Offenbacher  ausgedünnt. So lockt man keine neuen Kunden, weder für die Busse, noch für den Anschluss zur Bahn. Noch immer ist der RMV-Tarif auf der häufigen Pendlerstrecke nach Frankfurt viel zu teuer.  Wir brauchen endlich eine Tarifreform. Wichtig sind attraktivere Rabatte, die zur häufigen Nutzung anregen . Für längere RMV-Fahrten muss die BahnCard auf allen Verkehrsmitteln anerkannt werden.  Vom Start- bis zum Zielpunkt.

Unsere 3 zentralen Vorschläge:

  • Marktplatzumbau ohne Sperrung für Autofahrer
  • Verkehrsbehinderungen auf den Zufahrtsstraßen abbauen
  • RMV-Tarifreform und eine Busline zwischen Oberrad und Offenbacher City