Thema:

Kluge Stadtentwicklung

Die Attraktivität eines Standorts wird vor allem an seinem Kernbereich gemessen. Die Innenstadt ist ein Identifikationspunkt für die gesamte Stadt. Gerade die zahlreichen Leerstände und Billigläden in der City führen zu Tristesse und gefährden zunehmend die Oberzentrumsfunktion der Stadt. Eine gefährliche Abwärtsspirale kommt in Gang, die wir stoppen und drehen müssen. Ein Schlüssel der Stadtentwicklung liegt in der Revitalisierung der Innenstadt als Einkaufszentrum. Dabei hat sie als überschaubares Zentrum der kurzen Wege mit dem richtigen Warenangebot und guter Erreichbarkeit echte Chancen.

Was wir anpacken wollen

Leerstand kann man nicht mit Stillstand bekämpfen. Wirtschaftsförderung muss hier besonders aktiv werden.  So sollten anspruchsvolle kleine Läden angeworben werden, die sich die Mieten in Frankfurt nicht mehr leisten können.  So macht es Hanau. Da wir uns zentrale Leerstände nicht leisten können, ist im Einzelfall auch die Entwicklung über eine eigene Gesellschaft vorstellbar, die größere Flächen an kleinere Shops vermietet.

Nur billig ist nicht genug. Wir brauchen auch Qualität. Die richtige Mischung entscheidet. Deshalb wollen wir mit den großen Ketten in einem „Pakt für die Innenstadt“ erreichen, dass verstärkt auch das A-Sortiment angeboten wird, um kaufkräftiges Klientel anzuziehen, dass derzeit anderswo einkauft. Wir wollen einen Bebauungsplan für die Kernstadt nach Mannheimer Vorbild, der auch die Ansiedlung von Postenwarenshops (1-Euro-Läden), Wettbüros und Call-Shops reguliert, um die Abwärtsspirale zu stoppen. Mit einer Gestaltungssatzung für die Innenstadt begrenzen wir den Fassadenwildwuchs und Werbeschilder an Außenfassaden. „Ramschauslagen“ in der Fußgängerzone wollen wir verhindern.

Große und viele Kofferräume ermöglichen große und viele Einkäufe.  Wir streben ein Parkkosten-Rückvergütungssystem für die ganze Innenstadt an wie dies teilweise im Einkaufszentrum KOMM schon funktioniert und wie es Hanau anbietet. Das geht auch für Tickets des öffentlichen Nahverkehrs. Wir wollen kostenloses Kurzzeitparken für 30 Minuten in der gesamten Innenstadt (so genannte „Brötchentaste“) verwirklichen.

Mehr Sauberkeit verbessert das Ansehen. Sowohl der Kernbereich als auch das Umfeld müssen einen gepflegten Eindruck hinterlassen. Besucht jemand den Wilhelmsplatz, darf er nicht in den Seitenstraßen über Müllberge stolpern. Leider haben die Bemühungen für mehr Sauberkeit, Beseitigung von Schmierereien und kleinen Stadtreparaturen nachgelassen.  Wir wollen sie wieder ankurbeln.

Unsere 3 zentralen Vorschläge:

  • Frankfurter Läden in Offenbach ansiedeln, nach Hanauer Vorbild
  • Billigläden über Bebauungsplan begrenzen
  • Parkkosten und Busticket-Rückvergütungssystem als Kundenanreiz