Kommunalpolitisches Konzept 2026

Offenbach macht man mit Vernunft.

  1. Stadtentwicklung
  2. Verkehr
  3. Wirtschaft
  4. Bildung
  5. Haushalt, Finanzen und Steuern
  6. Digitalisierung
  7. Sicherheit und Ordnung
  8. Umwelt, Klima und Energie
  9. Sport
  10. Kultur
  11. Freizeit
  12. Soziales
  13. Bürgerbeteiligung und Stadtteile

Offenbach macht man mit Vernunft.

Offenbach holt auf, während um uns herum Krise ist. Unsere Stadt ist attraktiv geworden – für Menschen aus der ganzen Region. Neue Unternehmen siedeln sich an. Offenbach wächst gut. Frankfurter wollen Offenbacher werden. Das beste Offenbach liegt noch vor uns.

Diese Entwicklung ist das Ergebnis richtiger Entscheidungen der vergangenen Jahrzehnte – parteiübergreifend, unter unterschiedlichen Oberbürgermeistern und Koalitionen. Die FDP Offenbach sieht sich als Antreiber dieser Entwicklung. Mit ihrem Dezernenten Paul-Gerhard Weiß hat sie bei Stadtentwicklung, Schule, Ordnung und Flughafen ihren Beitrag geleistet. Die agile Arbeit von Partei und Fraktion hatte maßgeblichen Anteil an der Entwicklung und Umsetzung des Masterplans sowie an der neuen Willkommenskultur für Unternehmen. Felix Schwenke ist das Gesicht dieser Entwicklung, Paul-Gerhard Weiß ihr Architekt.

Angesichts gesellschaftlich rauerer Zeiten und des Erstarkens der politischen Ränder befürchten die Freien Demokraten jedoch, dass dieser Erfolgskurs infrage gestellt wird. Während sich der rechte Rand in Offenbach zum Glück selbst zerlegt hat, droht ein Wahlerfolg linker Populisten. Statt pragmatischer Lösungen bieten sie einfache Sprüche. Offenbach macht man aber nicht mit links.

Das ist kein herbeigeredetes Katastrophenszenario. Das steht vor der Tür: Schon bei der letzten Bundestagswahl erzielte „Die Linke“ 17 Prozent in Offenbach. Wiederholt sich dies, droht die Offenbacher Politik aus dem Lot zu geraten – eine linke Mehrheit.

Eine solche Entwicklung würde den Erfolgskurs der letzten Jahrzehnte gefährden. Denn die linken Kräfte lehnen die Ziele des erfolgreichen Masterplan ab. Und Gewerbesteuererhöhungen, Verkehrsumerziehung oder Einheitsschulen sind Gift für den Offenbacher Aufschwung.

Offenbach macht man nicht mit links, sondern mit Vernunft.

Wir treten bei dieser Wahl an, damit die Stadt in der Mitte bleibt.

Mitte heißt für uns:

✔️ Bürokratie bekämpfen statt Investoren.
Wir wollen Offenbach als starken Wirtschaftsstandort weiterentwickeln. Unser Ziel bleibt: finanzielle Spielräume schaffen, um Grund- und Gewerbesteuern perspektivisch senken zu können. Zusätzliche Steuern und Abgaben schwächen den Standort. Schwenke-Kurs fortsetzen statt nach links schwenken!

✔️ Neue Schulen statt neue Schulden.
Politik darf nicht allen alles versprechen. Nicht alles Wünschenswerte ist machbar. Die Modernisierung unserer Schulen und die Weiterentwicklung der Innenstadt vorantreiben, nicht linke Prestigeprojekte fördern.

✔️ Bauen statt bremsen.
Wer bezahlbaren Wohnraum will, muss Bauen ermöglichen – statt Wohnungsbau durch Mietpreisbremsen, Leerstandsregeln und Milieuschutz zu blockieren. Wir wollen den Kurs des qualitativen Wachstums fortsetzen, neues Wohnen und Mittelstandswohnen für die vergessene Mittelschicht, Menschen anziehen, die Steuern zahlen. Und nicht die Einwanderung in die Sozialsysteme fördern.

✔️ Ein gepflegtes Stadtbild statt Angsträume.
Regeln müssen gelten und durchgesetzt werden. Deshalb wollen wir die Stadtpolizei weiter stärken. Gleichzeitig braucht es bessere Gestaltung, Fassadensanierungen, die Nutzung öffentlicher Räume und ein konsequentes Vorgehen gegen Verwahrlosung. Mit mehr Grün und weniger Grau ein attraktives Stadtbild gestalten.

✔️ Vorfahrt für Vernunft statt Ideologie auf Rädern.
Eine Stadt funktioniert nur, wenn Verkehrspolitik vom Alltag her gedacht wird. Auto, Bus, Bahn, Rad- und Fußverkehr gehören zusammen. Gegeneinander ausspielen hilft niemandem. Autohass ist kein Konzept. Deshalb: neues Parken ermöglichen statt Parkplätze abbauen.

✔️ Kinder stark machen – nicht gleich machen.
Wir setzen auf vielfältige Schulangebote und individuelle Bildung, um Leistung zu fördern, nicht auf Gleichmacherei und ideologischen Eifer.

Am 15. März geht es um eine Richtungsentscheidung: den liberalen Erfolgskurs fortsetzen – statt nach links zu schwenken.

Stadtentwicklung

Offenbach am Main soll die Stadt der kurzen Wege werden – eine Stadt, die Freiraum, Vielfalt und Lebensqualität vereint, eine Stadt zum Wohlfühlen und zum Bleiben sein, in der Menschen wohnen, arbeiten und leben, weil sie sich bewusst für sie entscheiden.

A. Ziel: Wo wir hinwollen – und warum

Offenbach soll eine Stadt mit großer Aufenthaltsqualität werden. Wir wollen ein urbanes Offenbach, das seine Lage im Herzen der Metropolregion Frankfurt RheinMain konsequent nutzt und gleichzeitig ein eigenes, selbstbewusstes Profil entwickelt. 

Offenbach braucht mehr, besseren und bezahlbaren Wohnraum – durch marktwirtschaftliche Anreize, schnellere Verfahren und attraktive Quartiere. Wohnungsbau ist für uns kein ideologisches Projekt, sondern ein Freiheits- und Wohlstandsversprechen, das Menschen Eigentum, Sicherheit und Aufstiegschancen ermöglicht. Bezahlbarer Wohnraum entsteht nicht durch Verbote, sondern durch Bauen, Nachverdichten und schnellere Verfahren.

Unser Ziel ist die Stadt der kurzen Wege, die 15-Minuten-Stadt: Wohnen, Arbeiten, Bildung, Kultur und Freizeit sollen in Offenbach so organisiert sein, dass der Alltag ohne großen Zeitverlust und mit hoher Lebensqualität bewältigt werden kann. Stadtentwicklung ist damit eine zentrale liberale Aufgabe – sie schafft Raum für Eigenverantwortung, Innovation und unternehmerische Initiative.

B. Situation: Wo wir stehen

Offenbach befindet sich in einem starken, dynamischen Wandel. In zwei voneinander unabhängigen Vergleichen von 400 Gebietskörperschaften belegte die Stadt Offenbach Platz 1 und 2 in der Rubrik „Dynamik“, die das Bau- und Veränderungsgeschehen erfasst. In den vergangenen Jahren hat die Stadt ihr Image in der Region deutlich verbessert, hochwertige neue Wohnquartiere entwickelt und die Gewerbeansiedlung vorangebracht. Mit Projekten wie dem Umbau des ehemaligen Kaufhofgebäudes zur „Station Mitte“ und dem Rathauspavillon wurden wichtige Bauvorhaben zur Aufwertung der City begonnen. Der Masterplan Stadtentwicklung 2030 hat entscheidende Impulse gesetzt, zahlreiche Vorschläge aus dem Planwerk konnten realisiert oder in Gang gesetzt werden. Die Lage im Herzen der Metropolregion Frankfurt RheinMain, die Nähe zum Flughafen und eine gute Anbindung durch S-Bahn und Straßenbahn bieten hervorragende Standortvorteile. Der Wochenmarkt und das Hafenviertel sind überregional beliebt und tragen zudem positiv zum urbanen Lebensgefühl bei.

Gleichzeitig steht Offenbach vor erheblichen Herausforderungen. Die Innenstadt erlebt eine massive Strukturveränderung, der anhaltende Trend zum Onlinehandel hat den Einzelhandel weiter stark geschwächt. Viele innerstädtische Wohnquartiere weisen Sanierungsbedarf und soziale Problemlagen auf, die städtebauliche Qualität ist oftmals zu gering. Der Umbau des Marktplatzes sowie des City-Centers waren wichtig, auch der Umbau des ehemaligen „Toys“R“Us“-Riegels mit Sanierung des Parkhauses, derzeit entstehendem gutem Wohnungsbau sowie Gastronomie mit neuem Platz zwischen Berliner Straße und Sandgasse setzen schon richtige Impulse, die aber durch weitere fortgesetzt werden müssen.

Zudem sind die verfügbaren Entwicklungsflächen begrenzt. Große neue Wohnbauprojekte wie das Goethequartier, die Kappus- und Luisenhöfe, die neuen Quartiere an der Mühlheimer Straße und viele andere sind zwar schnell entstanden, neue Wohngebiete im Außenbereich haben aber aufgrund der Eigentumsverhältnisse oft lange Vorlaufzeiten. Sind die Voraussetzungen erst mal geschaffen, entstehen die Quartiere aufgrund der großen Nachfrage dann schnell, wie Bieber-Nord und Bürgel-Ost zeigen

Chancen ergeben sich aus der konsequenten Umsetzung begonnener Projekte, der Aufwertung des Hauptbahnhofs und der angedachten Straßenbahnanbindung. Durch ihre Nähe zu Frankfurt kann Offenbach als Teil des „Greater Frankfurt“-Raums weiter an Attraktivität gewinnen, insbesondere wenn es gelingt, Wohnen, Arbeiten und Freizeit besser zu verknüpfen. Insgesamt zeigt sich Offenbach als Stadt mit klaren Potenzialen für Urbanität, kurze Wege und modernes Wohnen – jedoch mit strukturellen, sozialen und infrastrukturellen Herausforderungen, die nur durch eine konsequente Stadtentwicklung und gezielte Aufwertung der Innenstadt gemeistert werden können.

C. Was wir bereits erreicht haben

D. Was wir tun wollen

1. Masterplan umsetzen: gutes Arbeiten, Wohnen und Einkaufen

Offenbach hat mit dem Masterplan Stadtentwicklung 2030 eine gute Grundlage – jetzt geht es um konsequente Umsetzung. Wir wollen den Masterplan konsequent umsetzen, neue Baugebiete konsequent entwickeln und Wohnbaupotenziale heben. Im Mittelpunkt steht für uns die Entwicklung aller im Masterplan vorgesehenen neuen Wohngebiete.

Die zehn Schlüsselprojekte des Masterplans, die bislang zu einem Drittel umgesetzt und zu weiteren 45 Prozent in der Umsetzung sind, müssen vollständig realisiert werden. Angefangene Maßnahmen sind zügig abzuschließen, begonnene Prozesse verlässlich fortzuführen.

Die Aufwertung der Innenstadt ist auf Grundlage des Zukunftskonzepts Innenstadt mit seinen 14 Fokusprojekten konsequent umzusetzen.

Die Neupositionierung des Kaiserlei ist nach dem vollständigen Umbau des Verkehrsknotens und der Ausstattung mit moderner Verkehrssteuerungstechnik weiter voranzutreiben. Die getätigten Infrastrukturinvestitionen sollen ihre volle Wirkung entfalten.

Die Entwicklung des DesignPorts ist fortzuführen. Mit dem Neubau der Hochschule für Gestaltung soll das Quartier weiter belebt und gestärkt werden.

Der Innovationscampus ist entsprechend seiner bisherigen dynamischen Entwicklung weiterzuentwickeln. Die durch zwei große Neuansiedlungen beschleunigte Entwicklung ist konsequent zu unterstützen.

Zur Verbesserung der Erschließung des Offenbacher Ostens ist die im Masterplan vorgesehene neue Verbindungsstraße zwischen Bieber Nord und der Mühlheimer Straße („B448“) umzusetzen. Das derzeit geschaffene Baurecht ist zügig in konkrete Umsetzung zu überführen.

Offenbach entwickelt seine Stadtteile und Ortskerne – von Bieber und Bürgel bis Nordend und Mathildenviertel – mit einem klaren Masterplan zu lebendigen Quartieren mit guter Mischung aus Wohnen, Arbeiten, Bildung und Freizeit:

2. Wohnen in der Stadt mit Qualität

Offenbach soll wachsen, ohne seine Identität zu verlieren. Wir wollen dazu die Innenstadt weiter aufwerten:

Die Förderung der Fassadensanierung im Rahmen der Aktiven Innenstadt wollen wir ausweiten und mit weiteren städtischen Mitteln verstärken. Damit wollen wir zusammen mit dem neuen Bebauungsplan Innenstadt das Wohnumfeld in der Innenstadt verbessern und den Einkaufsstandort Innenstadt attraktiver gestalten. Ziele sind die Steuerung der Art der baulichen Nutzung im Innenstadtbereich, die Sicherung und Stärkung der Handels- und Dienstleistungsfunktion in der Innenstadt, die Umsetzung der Ziele des Zukunftskonzepts Innenstadt und die Umsetzung von Begrünungsmaßnahmen.

Wir setzen auf Umnutzung im Kern: Wir wollen überflüssige Büroflächen und mindergenutzte Flächen zu Wohnungen oder Co-Working-Flächen entwickeln. Leerstand wird systematisch in Wohnraum, Nachbarschaftsangebote und kleinteilige Gewerbenutzungen überführt – ggf. unterstützt durch eine Stadtentwicklungsgesellschaft – und eine digitale Flächendatenbank.

Wir setzen auf Verdichtung mit Augenmaß an geeigneten Standorten – insbesondere entlang der S-Bahn-Achsen, im Umfeld der Berliner Straße und in bereits gut angebundenen Lagen. Dazu werden ggf. Bebauungspläne angepasst.

Architektonische Qualität wollen wir durch Gestaltungswettbewerbe für Schlüsselprojekte erreichen. Neue Quartiere sollen funktional gemischt, architektonisch anspruchsvoll und ökologisch zukunftsfähig sein. 

Grüner Wohnen: Wir wollen kleine „Umweltoasen“ innerhalb der Stadt schaffen mit besonderen Regeln der Rücksichtnahme (z.B. Rauchverboten). Grünzüge, Begrünungen, Baumprogramme, gestaltete Parks, gut gestaltete Stadträume wie Mainufer, Kaiserlei‑Nordkap, Skaterparks und Urban Gardening gehören zum modernen, innerstädtischen Wohnen dazu.

Mit einem intelligenten Lichtkonzept (evtl. mit HfG-Zusammenarbeit) in der Innenstadt, durch beleuchtete Fassaden, einheitliche Straßenbeleuchtungtragen wir zu einer höheren Aufenthaltsqualität bei und erhöhen das Sicherheitsgefühl.

Gute Stadtentwicklung bedeutet nicht nur Neubau, sondern vor allem Sanierung und Aufwertung des Bestands. Wir wollen einen Offenbacher Sanierungsfonds auflegen, der nach dem Nürnberger Programm „Wohnen in Bestandsquartieren“ private Investitionen in die Modernisierung unterstützt.

Gemeinsam mit privaten Eigentümern wollen wir Programme zur Fassadenbegrünung, Dämmung, Energieberatung und zur Verbesserung des Wohnumfelds entwickeln. Ziel ist, graue und vernachlässigte Quartiere Schritt für Schritt in attraktive Stadtteile zu verwandeln. Grundsätzlich steht bei der Entwicklung neuer Flächen Konzeptqualität ganz oben.

Viertel mit Herausforderungen (wie Nordend, Mathildenviertel, südliche Innenstadt) gezielt über Kreativwirtschaft, studentisches Wohnen, Stadtteilprojekte stabilisieren.

Wir wollen innerstädtische Flächen mit erstklassiger Verkehrsanbindung wie am Mathildenplatz entwickeln und damit auch für eine gute soziale Mischung in der Innenstadt sorgen.

Wir wollen den bisherigen, unstrukturierten Raum zwischen südlicher Mittelseestraße und Hospitalstraße neu ordnen und zu Raum mit einer Mischung von Park und Parkhaus qualitativ aufwerten, um auch die Wohnqualität in der Umgebungsbebauung zu erhöhen.

Für die Große Hasenbachstraße in Offenbach starten wir einen Ideenwettbewerb, der das Ziel hat, den unterschätzten Straßenzug aufzuwerten.

Das Gebiet rund um den Hauptbahnhof wollen wir aufwerten und zu einem urbanen Wohn-, Bildungs- und Kulturquartier mit attraktiven Freiräumen entwickeln. Hier sollen Wohnen – auch studentisches Wohnen – mit Bildungseinrichtungen, kreativen Nutzungen und Dienstleistungen zusammenkommen – mit hoher Aufenthaltsqualität und guter Erreichbarkeit. Wir wollen mit Land, RMV und Bahn darauf hinarbeiten, dass der Hauptbahnhof eine vollwertige S-Bahn-Station wird und dem Bahnhof und seinem Umfeld dadurch wieder Bedeutung zukommt.

Am Kaiserlei setzen wir auf ein modernes Büroquartier mit hohem Grünanteil, qualitätsvoller Architektur und klarer Adressbildung. Die Schnittstelle zu Frankfurt („Eastside“) wollen wir nutzen, um Unternehmen und qualifizierte Arbeitsplätze anzuziehen.

Wir wollen den „Hafenpark Süd“ als gemischtes Stadtquartier für Freizeit und Gewerbe. Der Hafen soll weiter als attraktives Aushängeschild Offenbachs entwickelt werden, zugleich aber auch mehr Raum für Familien, Gastronomie und kleinteilige Gewerbe bieten. 

Im Sinne einer qualitativ hochwertigen Nachverdichtung begrüßen wir die Pläne des „Wohnen am Ledermuseum“.

3. Aufgelockerte Wohnquartiere in den Stadtteilen

In den Stadtteilen wollen wir im Sinne des Masterplans qualitativ hochwertige, möglichst wenig verdichtete Quartiere schaffen. Die im Masterplan vorgesehenen neuen Baugebiete sind weiter zu realisieren. Dazu gehört vor allem Bieber Waldhof West mit rund 600 Wohneinheiten, weiterhin Bürgel Nord-West, Bürgel-Süd, Rumpenheim-Süd und Bieber am Waldeck.

Die Quartiers- und Stadtteilentwicklung ist fortzusetzen. Die gemeinsam mit den Bewohnern erarbeiteten Gestaltungssatzungen für Bieber und Bürgel sind anzuwenden und weiterzuentwickeln. Der Verfügungsfonds für Bieber und Bürgel soll erhalten bleiben, um bürgerschaftliche Projekte wie Sitzgelegenheiten oder Stadtteilfeste weiterhin zu unterstützen.

4. Wohnen für die vergessene Mittelschicht

Die bestehenden wohnungsbaupolitischen Rahmenbedingungen wollen wir überprüfen und die starre 30-Prozent-Regelung für sozialen Wohnungsbau streichen. Der Schwerpunkt soll künftig stärker auf Mittelstandswohnen und sozialer Durchmischung liegen. Die Freien Demokraten setzen sich in Offenbach gezielt für bezahlbaren Wohnraum auch jenseits der klassischen Wohnberechtigung ein ( „preisgedämpfter Wohnraum für mittlere Einkommen (Mittelstandswohnen)“. Wir wollen mehr Wohnungen im mittleren Segment, insbesondere für die Mitte der Gesellschaft, für die es immer schwieriger geworden ist, passenden Wohnraum in Offenbach zu finden. Viele Haushalte mit mittleren Einkommen geraten zunehmend zwischen Sozialwohnungen und frei finanzierten Neubauten unter Druck. Diese arbeitende Mitte der Stadtgesellschaft darf beim Wohnen nicht verdrängt werden. Deshalb wollen wir ein Fördermodell für das „Wohnen für die Mitte“ etablieren. Gefördert werden sollen Neubau, Aufstockungen und Umnutzungen mit Mieten unterhalb des Marktniveaus, aber oberhalb des sozialen Wohnungsbaus. Die Bindungen müssen zeitlich befristet sein und sich an realistischen Investitions- und Refinanzierungsbedingungen orientieren. Wo Bebauungspläne oder städtebauliche Verträge notwendig sind, streben wir eine klare Zielvorgabe für dieses Segment an.

5. Soziale Mischung statt soziale Spaltung

Wir wollen eine Stadt mit sozialer Mischung statt sozialer Spaltung. Unser Ziel ist eine ausgewogene soziale Mischung statt weiterer einseitiger Konzentration geförderten Wohnraums. Neue geförderte Wohnungen sollen vorrangig in gemischten Quartieren entstehen.

Innenstadtnahe Wohngebiete sollen schrittweise aus einseitigen Belegungsstrukturen herausgeführt werden, indem wir gezielt in Infrastruktur, Bildung, öffentliche Räume und Nutzungsmischung investieren. So schaffen wir Perspektiven statt Parallelwelten.

Von der Linken geforderte unbefristete Sozialbindungen lehnen wir daher ab, weil sie Neubau verhindern, Wohnraum dauerhaft blockieren und soziale Strukturen verfestigen. Stattdessen setzen wir auf befristete Bindungen von 15 bis 25 Jahren, die Investitionen ermöglichen und zugleich langfristig bezahlbaren Wohnraum für mittlere Einkommen schaffen.

Milieuschutzsatzungen lassen Wohnen auf einem Statusquo verharren statt es weiter zu entwickeln. Mietpreisbremsen bremsen keine Mieten, sondern den Wohnungsbau. Leerstandsregelungen sowie ein Ferienwohnungsvermietungsverbot verhindern keinen Leerstand, sondern schaffen Bürokratie und greifen übermäßig ins Wohneigentum ein. 

Zentral ist für uns die Senkung der Baukosten. Schnelle und verbindliche Genehmigungsverfahren, und eine quartiersweise Planung statt kleinteiliger Einzelfallentscheidungen sollen Bauen in Offenbach wirtschaftlicher machen.

Eigentumsbildung wollen wir gezielt stärken, weil sie Eigenverantwortung fördert, Altersvorsorge ermöglicht und Quartiere stabilisiert. Städtische Flächen sollen vorrangig nach Konzeptqualität statt nach Höchstpreis vergeben werden. Baugemeinschaften, Genossenschaften und selbstgenutztes Eigentum sollen gute Rahmenbedingungen erhalten; Erbpacht kann dabei ein Instrument sein, darf aber kein Zwangsmodell werden.

Neben dem Neubau setzen wir auf die Aktivierung des Bestands. Dachaufstockungen, die Umnutzung leerstehender Büroflächen und die Sanierung einfacher Bestände sollen gezielt gefördert werden, um schnell zusätzlichen Wohnraum für mittlere Einkommen zu schaffen, ohne weitere Flächen zu versiegeln. Zusätzliche Sozialquoten im Bestand lehnen wir ab.

6. Genehmigungsprozesse optimieren

Das 2025 neu eingerichtete digitale Bauportal mit digitaler Bauakte, das gemeinsam mit vielen anderen hessischen Kommunen entwickelt wurde, hat die Verfahrensschritte transparenter gemacht und die Kommunikation sowohl zwischen Bauherrschaft und Behörde als auch bei den notwendigen Beteiligungsschritten innerhalb der Verwaltung stark vereinfacht. Diese können jetzt zeitgleich erfolgen. Seitdem beschleunigen sich die Genehmigungsprozesse bereits deutlich. Wir wollen das Portal nach einer gewissen Praxisphase überprüfen, auf neue Anforderungen ausrichten und weiterentwickeln. Unser Ziel ist eine möglichst rasche Rückmeldung zu fehlenden oder unzureichenden Unterlagen, damit Baugenehmigungen innerhalb der Dreimonatsfrist erteilt werden können. Die Bauberatung im Baubüro wollen wir intensivieren, damit bereits vor Einreichung der Bauanträge die Möglichkeiten geklärt, Probleme ausgeräumt und Mängel beseitigt werden können. Wir setzen auf weitere Digitalisierung, klare Zuständigkeiten und schnelle Kommunikation bei notwendigen Ämterbeteiligungen im Genehmigungsprozess. Unsere Genehmigungsbehörden sollen ermöglichen statt blockieren.

Offenbach braucht schnelles Bauen und verlässliche Verfahren. Deshalb tagt unter Leitung von OB und Baudezernenten eine behördenübergreifende Genehmigungsrunde, in der komplexe Fälle lösungsorientiert behandelt und geklärt werden. Denn lange Planungs- und Genehmigungszeiten bremsen Wohnungsbau und Gewerbeansiedlung. Die durch den „Bauturbo“ geschaffenen Spielräume und Erleichterungen wollen wir zügig umsetzen und ausschöpfen, indem wir einen verbindlichen Rahmen zur Beschlussfassung bringen, der standardisiert anzuwenden ist. Das schafft Planungssicherheit und beschleunigt Entscheidungen. Genehmigungsverfahren sollen künftig vollständig digital, medienbruchfrei und nachvollziehbar abgewickelt werden. Digitale Bauakten und transparente Verfahrensstände sparen Zeit und erhöhen die Verlässlichkeit. Die Verwaltung erhält politische Rückendeckung für zügige, rechtssichere Entscheidungen. Genehmigungszeiten werden künftig regelmäßig ausgewertet und veröffentlicht, um Verfahren kontinuierlich zu verbessern.

7. Innenstadt fördern

Innenstadt und Ortskerne werden konsequent zu gemischten Kultur‑, Einkaufs‑ und Aufenthaltsorten weiterentwickelt – mit klaren Profilen für Plätze, Stadtfeste und Kulturformate. Offenbach versteht Kultur, Kreativwirtschaft und Sport als Standortfaktor: Von Station Mitte und Kulturkarree bis Sportpark am Main und Bewegungsangeboten im Quartier.

Das Zukunftskonzept Innenstadt ist verbindliche Grundlage für Handel, Stadtfeste, Kultur und Nutzungsmischung; „Kaufhaus Kosmopolis“, „Testraum‑Allee“, Design‑/Ausstellungszentrum. Das Innenstadtmanagement ist nach haneuer Vorbild weiter zu stärken. Wir unterstützen Pilotprojekte, die neue Nutzungsformen für leerstehende oder untergenutzte Immobilien ermöglichen. Temporäre Nutzungen von Ladenflächen und Immobilien sollen erleichtert werden, um Leerstände zu vermeiden und neue Impulse zu setzen.

Wilhelmsplatz, Marktplatz, Aliceplatz, Goetheplatz etc. als Treffpunkte und gastronomische Zonen mit Märkten, Events und Festen weiterentwickeln.

Kultur als Kreativmotor: HfG, Designpark, Nutzung Hauptbahnhof, kulturelle und kulinarische Viertel („Little Italy“, „Souk“).

Station Mitte ist das zentrale Leuchtturmprojekt für eine moderne, liberale Stadtentwicklung in Offenbach. Das ehemalige Kaufhof-Gebäude soll schnell und mutig zu einem neuen Zentrum für Bildung, Kultur, Handel und Begegnung entwickelt werden. Hier sollen Bibliothek, Gastronomie, Co-Working, Veranstaltungen und zivilgesellschaftliche Angebote unter einem Dach zusammenkommen. Station Mitte soll zu einem Haus der Stadtgesellschaft werden – offen, flexibel, urban. Bei der Nachnutzung des Bücherturms streben wir eine wirtschaftliche, aber möglichst der Öffentlichkeit zumindest teilweise zugängliche Nutzung an.

Wir wollen einen Think Corner Wissenschaft nach Vorbild Helsinki etablieren, gemeinsam mit der Hochschule für Gestaltung, der Universität Frankfurt und weiteren Partnern. Offenbach wird so zum Labor für Ideen, Innovation und gelebte Freiheit im urbanen Raum.

8. Freiheit für die Stadtentwicklung statt Überregulierung

Dafür werden im Bestand gezielt prioritäre Entsiegelungsflächen wie Plätze, Höfe und Parkflächen definiert und dort umgesetzt, wo sie Aufenthaltsqualität, Nutzung und Stadtklima spürbar verbessern. Eine strategische Bodenbevorratung erfolgt nur dort, wo sie Entwicklung tatsächlich beschleunigt – etwa am Bahnhof, im Hafen oder in ausgewählten Schlüsselarealen – und private Investitionen sonst blockiert wären; sie ist zeitlich begrenzt, zielgerichtet und wirtschaftlich auszugestalten. Klimaanpassung wird als Standard in neuen Bebauungsplänen verankert, jedoch technologieoffen und mit Wahlfreiheit bei der Umsetzung, etwa über Dächer, Höfe oder Fassaden. Ergänzend entwickelt Offenbach ein stadtplanerisches Hitzeschutzkonzept mit prioritären Maßnahmen an hoch frequentierten Orten wie der Innenstadt, auf Schulwegen und auf zentralen Plätzen. Stadtplanung berücksichtigt Sicherheitsaspekte konsequent – durch gute Beleuchtung, klare Sichtachsen und eine sinnvolle Nutzungsdurchmischung –, ohne ideologische Etiketten, sondern mit Fokus auf Alltagstauglichkeit. Bei städtebaulich relevanten Großprojekten werden qualitative Kriterien wie Nutzungsmischung, Gestaltung und Einbindung ins Quartier stärker gewichtet, ohne Eigentumsrechte auszuhebeln oder Investitionen zu erschweren. Bebauungspläne sollen Nutzungsmischung ermöglichen und fördern, nicht verhindern; eine starre Trennung von Wohnen und Arbeiten wird abgebaut, eine dogmatische Durchmischung jedoch ausdrücklich abgelehnt. Zusätzliche kommunale Nachhaltigkeitsstandards über die gesetzlichen Anforderungen hinaus lehnen wir ab. In neuen Quartieren wird – wie bisher schon – soziale Infrastruktur frühzeitig mitgeplant, um spätere Nachrüstkosten und Nutzungskonflikte zu vermeiden. Öffentliche Räume sollen frei nutzbar bleiben – ohne Konsumzwang, aber mit klaren Regeln für Ordnung und Sauberkeit. Neue Quartiere sollen perspektivisch klimaneutral betrieben werden können, durch effiziente Netze, Abwärmenutzung und Fernwärme, nicht durch Bauverbote oder Überregulierung. Grün-, Wasser- und Freiräume werden stärker vernetzt geplant, um Klimaeffekte zu verbessern, Aufenthaltsqualität zu erhöhen und Pflegekosten zu senken. Umbau und Weiterentwicklung des Bestands haben Vorrang, weil sie oft schneller, günstiger und nachhaltiger sind als Neubau, bleiben aber kein Dogma. Transparente Stadtentwicklungsberichte mit Kennzahlen zu Genehmigungsdauer, Wohnungsbau, Entsiegelung und Investitionen stärken Steuerung, Verlässlichkeit und Vertrauen.

9. Öffentliche Räume, Sauberkeit und Sicherheit

Freiräume schaffen, statt verbauen: Wir wollen Plätze und Höfe durch kleine urbane Parks, Pocket Parks und temporäre Nutzungen leerer Flächen aufwerten. Mobile Begrünung – nach Vorbild von Wien – sollen Aufenthaltsqualität schnell und sichtbar verbessern.

Wir setzen – wo möglich, etwa bei neuen Wohnprojekten – auf unterirdische Müllcontainer in Neubaugebieten und stark belasteten Quartieren, um das Stadtbild zu verbessern und Müllprobleme zu reduzieren. Wichtig ist, dass ausreichende Entsorgungskapazitäten gegeben sind und dies vom ESO regelmäßig überprüft wird.

Wir wollen private Initiativen und Patenschaften zur Stadtsauberkeit unterstützen, die mit der Stadtpolizei und dem Ordnungsamt Kooperationen eingehen, um sichtbare Verschmutzungen schneller zu beseitigen. Den Mängelmelder wollen wir intensiv bewerben.

Mehr Sauberkeit im öffentlichen Raum ist aber eine Aufgabe, die eine Gesamtstrategie aus vielen unterschiedlichen Ansätzen erfordert. Dazu gehören auch Information, Aufklärung und frühe Erziehungsarbeit in Kitas und Schulen. Die regelmäßigen Reinigungsaktionen tragen dazu bei und würdigen gleichzeitig Bürgerengagement. Zugleich sind dauerhafte und intensive Information und Aufklärung im Öffentlichen Raum oder in den Liegenschaften über die hier geltenden Regeln wichtig, denn es handelt sich auch um eine Integrationsaufgabe bei großer Bevölkerungsfluktuation.

Mehr Sicherheit und Sauberkeit sind zentrale Voraussetzungen für eine attraktive Innenstadt. Wir fordern eine verstärkte Präsenz von Stadt- und Landespolizei im Innenstadtbereich, mehr Fahrradstreifen im gesamten Stadtgebiet und ein konsequentes Vorgehen gegen Vermüllung und Ordnungsstörungen. Hierfür wollen wir die Müllermittler stärken und ggf. personell aufstocken. Dadurch erreichen wir eine konsequente Null-Toleranz-Strategie und die konsequente Durchsetzung des Bußgeldkatalogs, der einer der härtesten Bußgeldkataloge deutschlandweit ist.

10. Digitale und smarte Stadt

Offenbach soll zur Smart City im „Greater Frankfurt“-Raum werden. Wir wollen Erfahrungen aus Städten wie Helsinki auswerten und für Offenbach adaptieren – etwa beim Einsatz digitaler Daten für Verkehr, Energie und Stadtplanung. 

Die Digitale Innenstadt umfasst kostenfreies WLAN, digitale Infoscreens, intelligente Beleuchtung, digital gesteuerte Abfalleimer und umfassende digitale Services für Bürgerinnen und Bürger sowie den Handel. So wird das Zentrum moderner, nutzerfreundlicher und attraktiver für Besucherinnen und Besucher. Die Innenstadt soll als moderner Aufenthalts-, Erlebnis- und Begegnungsraum weiterentwickelt werden, in dem digitale Angebote den Aufenthalt erleichtern und aufwerten.

Wir wollen die Smart-City-Strategie nutzen, um Lärm- und Umweltbelastungen – etwa durch Fluglärm und innerstädtischen Verkehr – besser zu erfassen und gezielt zu mindern. Moderne Technologie soll helfen, Lebensqualität zu erhöhen, nicht neue Hürden aufzubauen.

11. Den Main stärker in das Stadtleben integrieren

Anders als in anderen Städten, ist der Main stärker vom Stadtleben abgekoppelt. Die Freien Demokraten wollen das Erleben am Fluss weiter stärken und das Mainufer stärker als Freizeitachse entwickeln, indem 

12. Kleingartenkultur

Die FDP steht für den Schutz der Kleingartenkultur als Teil einer lebenswerten Stadt. Eingriffe dürfen nur bei nachvollziehbarem öffentlichen Interesse erfolgen. In diesen Fällen müssen – soweit möglich – Ausgleichs- und Ersatzangebote geschaffen werden, die den Bedürfnissen der Kleingärtner gerecht werden. 

13. Hafen

Der Hafen ist ein zentraler Entwicklungsraum für Offenbach. 

Der Hafen ist ein zentraler Entwicklungsraum für Offenbach. 

Verkehr

Offenbach braucht eine Verkehrspolitik, die Mobilität ermöglicht statt behindert, die Innenstadt erreichbar hält und gleichzeitig Umwelt, Sicherheit und Lebensqualität verbessert. Mobilität ist für die Freien Demokraten eine Frage der Freiheit – diese Freiheit soll durch kluge Organisation gestärkt, nicht durch starre Ideologie eingeschränkt werden.Eine ideologiegetriebene Verkehrsumerziehung lehnen wir ab. Mobilitätspolitik muss funktionieren – für Pendler, Familien, Senioren und Gewerbe.

A. Ziel: Wo wir hinwollen – und warum

Unser Ziel ist ein leistungsfähiges, zuverlässiges und modernes Verkehrssystem für Offenbach, das Auto, ÖPNV sowie Rad- und Fußverkehr sinnvoll miteinander verknüpft. Mobilität muss für Familien, Pendler, Gewerbetreibende, Handel und Gastronomie bezahlbar, planbar und alltagstauglich sein.

Als Stadt im Herzen der Metropolregion bleibt Offenbach auf einen verlässlichen, verflüssigten Autoverkehr angewiesen, ohne dabei andere Verkehrsmittel zu benachteiligen. Deshalb setzen wir auf ein bewusstes Sowohl-als-auch: Umweltfreundliche Mobilität soll attraktiv und einfach sein, zugleich dürfen diejenigen, die auf das Auto angewiesen sind, nicht zur Zielscheibe symbolpolitischer Maßnahmen werden.

Unsere Leitlinie lautet: Verkehr intelligent steuern statt verdrängen. Eine freie Stadt braucht freie Wege – gut organisiert, digital unterstützt und so gestaltet, dass Offenbach auch in Zukunft erreichbar, lebenswert und wirtschaftlich stark bleibt.

Wir wollen das gleichberechtigte Nebeneinander aller Verkehrsmittel und Fortschreibung eines Masterplans Verkehr bis 2035. Mobilität in Offenbach richtet sich am Leitbild einer „Stadt der kurzen Wege“ aus: Sicher zu Fuß und mit dem Rad, gut erschlossen mit Bus und Bahn – und für Anwohner und Kunden weiterhin mit dem Auto erreichbar.

Digitale Lösungen (Smart City, Verkehrssteuerung, Parkraummanagement) machen Verkehr effizienter, klimafreundlicher und für die Teilnehmer bequemer nutzba​r.

B. Situation: Wo wir stehen

Offenbach steht verkehrlich an einem Wendepunkt. In den vergangenen Jahren wurden spürbare Fortschritte erzielt: Der ÖPNV wurde konsolidiert, trotz nur geringfügiger Angebotseinschränkungen stiegen die Nutzerzahlen um rund ein Drittel in fünf Jahren. Die Busflotte ist zu einem guten Teil elektrifiziert, Busse profitieren von Vorrangschaltungen, sinnvolle Fahrradachsen und die Freigabe vieler Einbahnstraßen und der Fußgängerzone für den Radverkehr haben die Bedingungen für umweltfreundliche Mobilität verbessert. Dennoch bleibt der Öffentliche Nahverkehr in der „Weltregion“ Frankfurt/Offenbach nicht metropolenfähig.

Mit dem Ausbau der Ladeinfrastruktur und der Schaffung von Carsharing-Stellplätzen wurden wichtige Bausteine einer modernen, vernetzten Mobilität gelegt. Der Umbau des Kaiserlei-Kreisels und die Verkehrsberuhigung am Wilhelmsplatz zeigen, dass gezielte Infrastrukturmaßnahmen Verkehr flüssiger machen und zugleich die städtebauliche Qualität erhöhen können. Gleichzeitig bleibt der Handlungsdruck hoch. Viele Straßen, Rad- und Gehwege befinden sich in keinem guten Zustand, gefährliche Abschnitte – etwa im Bereich des Rings – beeinträchtigen die Verkehrssicherheit. Dauerbaustellen bremsen den Verkehrsfluss aus, gewerbliche Anhänger breiten sich in Wohngebieten aus. Stauschwerpunkte wie der Ortseingang Taunusring oder der Knoten Berliner Straße/Kaiserstraße belasten Anwohner, Umwelt und Wirtschaft. Die Anschlussfähigkeit des ÖPNV an die S-Bahn ist lückenhaft, das Angebot für viele Nutzergruppen nicht attraktiv genug. Park + Ride-Angebote fehlen ebenso wie ein wirksames Parkleitsystem, und die Verlängerung der B 448 ist weiterhin nicht umgesetzt.

Offenbach braucht daher eine verkehrspolitische Neuausrichtung hin zu Pragmatismus, Effizienz und Modernität. Eine faktische „Politik gegen das Auto“ gefährdet Erreichbarkeit, wirtschaftliche Funktionsfähigkeit und Alltagstauglichkeit der Stadt. Die Chancen liegen in intelligentem Verkehrsmanagement, gezielter Sanierung, digitalen Steuerungsinstrumenten und durchdachten Parkraumkonzepten – insbesondere in Stadtteilen wie Bürgel und Bieber. Die Risiken entstehen, wenn Investitionen ausbleiben, Projekte verschleppt werden und die Infrastruktur weiter verfällt: Dann steigen Staus, Belastungen und am Ende die Standortnachteile für Offenbach.

C. Was wir bereits erreicht haben

Die Freien Demokraten haben in Regierungsverantwortung und mit dem Verkehrsdezernat wesentliche Grundlagen für eine moderne, multimodale Mobilität gelegt.

Diese Schritte zeigen: Offenbach hat begonnen, Mobilität als vernetztes System zu denken – vom Auto über Bus und Bahn bis hin zu Rad- und Fußverkehr.

D. Was wir tun wollen

1. Verkehrsfluss sichern – intelligentes Verkehrsmanagement:

Unser Ziel ist ein flüssiger, berechenbarer Verkehr auf den Hauptachsen, um Staus, Emissionen und Ausweichverkehre in Wohngebiete zu reduzieren.

2. Parkraum, P+R und kluge Anreize

Gute Mobilität braucht klare Parkraumstrategien, die Innenstadt und Stadtteile entlasten und Alternativen attraktiv machen. Es gilt der Grundsatz: Kein ersatzloser Verlust von Parkraum. Die Anzahl neu zugelassener KFZ in Offenbach nimmt jährlich zu. Der ersatzlose Wegfall von Parkraum ignoriert die Lebensrealität in Offenbach.

3. ÖPNV stärken, Straßenbahn voranbringen

Ein starker ÖPNV ist das Rückgrat der Mobilität in der Metropolregion. Die Freien Demokraten stehen für qualitative Verbesserungen. Dem gegenüber steht die Idee eines kostenfreien Öffentlichen Nahverkehrs. Diese lehnen Freie Demokraten ab. 

Wir setzen uns für die Verlängerung der Linie 16 ein, um Offenbach besser an die Straßenbahnnetze der Umgebung anzubinden und attraktive Direktverbindungen zu schaffen. Hierfür sind bei Straßenumbauten wie am Goethering entsprechende räumliche Optionen vorzusehen. Auch die Südtangente, eine bessere Anbindung des Hafens unterstützen wir.

Der ÖPNV soll moderat, aber gezielt ausgebaut werden: Wir bekennen uns zu einem guten Nahverkehr mit klarer Kosten- und Nutzenorientierung. Angebotsausweitungen erfolgen dort, wo nachweislich Bedarf besteht und zusätzliche Fahrgäste gewonnen werden können; Prestigeprojekte ohne erkennbaren Mehrwert lehnen wir ab.

Die Freien Demokraten verfolgen das Ziel, den RMV zu einer weiteren S-Bahn-Station Mühlheimer Straße / An den Eichen zu bewegen.

4. Sichere Infrastruktur für Rad- und Fußverkehr

Wer zu Fuß geht oder Rad fährt, soll sich sicher fühlen – auf Schulwegen ebenso wie im Berufsverkehr.

Die Freien Demokraten wollen das bestehende Radnetz weiter optimieren, aber nicht grenzenlos ausbauen. Wir sprechen uns für ein Moratorium beim weiteren Ausbau neuer Radverkehrsachsen aus und wollen die bestehenden Fahrradstraßen kritisch überprüfen – insbesondere dort, wo sie zu Konflikten oder unnötigen Einschränkungen führen.

5. Güterverkehr, neue Quartiere und Zukunftsmobilität

Verkehrspolitik endet nicht bei Pkw und Bus.

Offenbachs Mobilität der Zukunft soll auf Vernunft statt Verboten, auf Intelligenz statt Ideologie und auf einem klaren Ziel beruhen: eine Stadt, in der Menschen gut ankommen – unabhängig davon, wie sie unterwegs sind.

6. Straßen und Wege sanieren

Wirtschaft

Offenbach soll sich als dynamischer, unternehmerfreundlicher Wirtschaftsstandort im Osten Frankfurts etablieren, der Gründungen, Innovation und solides Handwerk gleichermaßen stärkt. Wirtschaftspolitik wird als Standort- und Freiheitsaufgabe verstanden: Die Stadt schafft verlässliche Rahmenbedingungen, reduziert Hürden und betrachtet Unternehmen als Partner, nicht als Bittsteller.

Ziel: Wo wir hinwollen – und warum

Ziel der Freien Demokraten ist ein wirtschaftlich starkes Offenbach, das sich durch kurze Wege, schnelle Entscheidungen, gezielte Flächenentwicklung und attraktive steuerliche Rahmenbedingungen von seinen Nachbarn positiv abhebt. Offenbach soll Gründerstadt, Designstadt und Produktionsstandort zugleich sein – ein Ort, an dem Industrie, Handwerk, Dienstleistungen, Kreativwirtschaft und digitale Ökonomie nebeneinander wachsen können.

Dazu braucht es eine Wirtschaftspolitik, die auf drei Säulen ruht: schlanke Bürokratie, wettbewerbsfähige Steuern und aktive Flächen- und Clusterpolitik. Die Stadt muss Gründungen erleichtern, innovative Branchen wie KI, digitale Wirtschaft und Rechenzentren anziehen und gleichzeitig dem Handwerk bezahlbare Flächen, faire Vergabe und gute Erreichbarkeit sichern. Mit der Hochschule für Gestaltung (HfG), dem Titel „World Design Capital 2026“ und einer vielfältigen, internationalen Stadtgesellschaft hat Offenbach beste Voraussetzungen, sich als kreatives, urbanes Gegengewicht zu Frankfurt zu positionieren.

Situation: Wo wir stehen

Offenbach wird zunehmend als attraktiver Wirtschaftsstandort wahrgenommen. Die Stadt profitiert von ihrer Lage in der Metropolregion. Die Stadtspitze engagiert sich persönlich für Unternehmensansiedlungen – ein starkes Signal an Investoren. Der Erfolg dieser Strategie ist messbar: 2023 wuchs die Wirtschaftsleistung Offenbachs nominal um 9,3 Prozent und damit deutlich stärker als im hessischen Durchschnitt (6,7 Prozent). Gleichzeitig erreichte die Zahl der Arbeitsplätze den höchsten Stand seit über 50 Jahren.

Auch der Arbeitsmarkt entwickelte sich dynamisch. 2024 lag der Beschäftigungszuwachs bei 5,9 Prozent – der höchste Wert in Hessen und deutlich vor Frankfurt. Auf Fünfjahressicht (2019–2024) stieg die Beschäftigung um 8,9 Prozent, während Hessen insgesamt 4,6 Prozent und Deutschland 4,2 Prozent erreichten. Zudem zählt Offenbach inzwischen zu den Kommunen mit den stärksten Zuwächsen bei den Gewerbesteuereinnahmen in Hessen, was die wachsende wirtschaftliche Substanz unterstreicht.

Die Gründungsintensität ist überdurchschnittlich. Das Institut für Mittelstandsforschung (IfM) bescheinigte Offenbach 2022 erneut einen Spitzenplatz bei den Gründungszahlen: Mit einem NUI-Wert von 182,9 belegte die Stadt Rang 13 unter 401 Landkreisen, Kreisen und kreisfreien Städten. Zum Vergleich: Wiesbaden lag auf Rang 56, Frankfurt am Main auf Rang 92 und Darmstadt auf Rang 254. Auch wenn nicht jede Gründung langfristig erfolgreich ist, entsteht so ein zunehmend tragfähiges Start-up-Milieu. Mit der Hochschule für Gestaltung, dem Titel „World Design Capital Frankfurt RheinMain 2026“ und einer wachsenden Konzentration innovativer Unternehmen – von Automotive und Biotechnologie bis hin zu Rechenzentren und Digitalwirtschaft – hat sich Offenbach als junger, kreativer Wirtschaftsstandort positioniert. Der entstehende INNO-Campus bietet die Chance, ein leistungsfähiges Cluster für Technologie, Design und urbane Produktion zu etablieren.

Der wirtschaftliche Aufschwung spiegelt sich auch in der Bevölkerungsentwicklung wider: Zwischen 2019 und 2024 wuchs Offenbach um knapp zwei Prozent, während die Einwohnerzahl in Hessen insgesamt stagnierte.

Gleichzeitig bremsen strukturelle Defizite die weitere Entwicklung. Flächen für Neuansiedlungen und Erweiterungen sind knapp, Eigentumsverhältnisse oft zersplittert, und eine fehlende strategische Priorisierung verlangsamt Investitionen. Die Wirtschaftsförderung ist personell unterbesetzt, was die aktive Betreuung von Investoren erschwert. Hinzu kommt eine hohe Steuerlast, insbesondere bei Gewerbe- und Grundsteuer, die Offenbach im Vergleich zu Nachbarstädten unattraktiver macht.

Auch der Einzelhandel leidet weiterhin unter strukturellen Schwächen. Hohe Mieten, ein unausgewogener Branchenmix und geringe Kooperationsbereitschaft einzelner Immobilieneigentümer erschweren die Revitalisierung der Innenstadt. Das Stadtmarketing bleibt zu zurückhaltend und nutzt das positive Momentum der vergangenen Jahre – Hochschule für Gestaltung, World Design Capital, internationale Kulinarik und erfolgreiche Ansiedlungen – noch zu wenig zur klaren Profilierung Offenbachs.

Die Chancen liegen dennoch klar auf dem Tisch: eine strategische Entwicklung der INNO-Flächen, gezielte Clusterbildung, die aktive Vermarktung von Zukunftsbranchen, die Stärkung von Gründerökosystemen sowie eine offensive Standortkommunikation, die Offenbach als innovatives, urbanes Gegengewicht zu Frankfurt positioniert. Risiken bestehen vor allem darin, dass wirtschaftliches Wachstum durch Flächenmangel, Überregulierung und hohe Abgaben ausgebremst wird und Investitionen sowie Arbeitsplätze an Nachbarkommunen verloren gehen.

Was wir bereits erreicht haben

Die Freien Demokraten haben in Regierungsverantwortung zentrale Impulse für Offenbach als Wirtschaftsstandort gesetzt. 

Diese Projekte zeigen: Offenbach kann große, innovative Unternehmen anziehen, wenn Flächen, Infrastruktur und politische Unterstützung zusammenpassen.

Was wir tun wollen

1. Flächenstrategie und INNO-Campus

Offenbach braucht eine aktive, langfristige Flächenpolitik.

2. Wirtschaftsförderung, Handwerk und Steuern

Wirtschaftsförderung darf nicht Verwaltung im Nebenberuf sein, sondern braucht Schlagkraft und klare Ziele.

3. Stadtmarketing

Offenbach braucht ein Stadtmarketing, das diesen Namen verdient: professionell, selbstbewusst und wirksam. Wir wollen ein Marketing, das Offenbach nach außen stark positioniert und nach innen Identifikation schafft. Denn unsere Stadt hat viel zu bieten – einen engagierten Einzelhandel, eine vielfältige Gastronomie und innovative Dienstleister. Dieses Potenzial wollen wir konsequent sichtbar machen.

Ein professionelles Standortmarketing soll Offenbach als kreative Hochschulstadt, innovativen Wirtschaftsstandort sowie als internationale Food- und Designstadt profilieren. Digitale Kampagnen, Design-Events und branchenspezifische Formate machen die Erfolgsstories der HfG, des INNO-Campus, der internationalen Kulinarik und von Unternehmensansiedlungen sichtbar.

Kern unseres Ansatzes ist die konsequente Vermarktung von Einzelhandel, Gastronomie und Dienstleistern unter einer starken städtischen Marke. Die Stadt soll nicht nur verwalten, sondern aktiv unterstützen, vernetzen und bewerben – digital, kreativ und zielgerichtet. Stadtmarketing muss messbaren Mehrwert schaffen: für Unternehmen, für Besucherinnen und Besucher und für die Offenbacherinnen und Offenbacher selbst.

Die Stadtmarke „Offenbach – Soul OF Hessen“ nutzen wir weiter, um die Sichtbarkeit Offenbachs zu stärken und das Bild einer jungen, kreativen und dynamischen Stadt zu schärfen. Die Marke „Offenbachs großes Herz“ entwickeln wir als Teil dieser Kampagne neu: modernisiert, emotional aufgeladen und klar positioniert für Offenheit, Vielfalt, Kreativität und Zusammenhalt. Sie soll wieder sichtbar sein – auf Veranstaltungen, in Kampagnen, im Stadtbild und im digitalen Raum. Ergänzend regen wir einen digitalen Einzelhandelsbon nach dem Bamberger Modell an, gemeinsam mit Wochenmarktanbietern, Einzelhandel und Gastronomie, um den lokalen Einkauf attraktiver zu machen.

Unser Ziel ist ein Stadtmarketing, das Identifikation stiftet, Kaufkraft bindet und Offenbach als lebendige, attraktive Stadt sichtbar macht – ehrlich, selbstbewusst und mit Herz.

Dazu gehört auch eine klare Tourismus- und Eventstrategie, die Offenbach nicht länger nur im Schatten Frankfurts denkt, sondern die eigenen Stärken betont: Tagestourismus, Kultur, Design, Kulinarik und das Mainufer. Stadtfeste, Märkte sowie Sport- und Kulturveranstaltungen sollen gezielt gebündelt und gemeinsam mit Handel, Gastronomie und Hotellerie vermarktet werden. Tourismus stärkt Kaufkraft, Arbeitsplätze und Image – ohne neue Bürokratie.

4. Einzelhandel, Wochenmarkt, Food-Markt („Souk“)

Eine lebendige Innenstadt ist Standortfaktor.

5. Gründungen, Kreativwirtschaft, internationale Netzwerke und Digital-Hub

Gründergeist und Kreativität sind Offenbachs Markenzeichen.

6. Gewerbeflächen, Handwerkerflächen und Rahmenbedingungen

Eine starke Wirtschaft braucht Raum und faire Regeln.

So entsteht eine Wirtschaftspolitik, die aus Offenbach ein Labor für urbane Innovation macht – mit starken Clustern, lebendigen Märkten, einem sichtbaren Profil als Design- und KI-Stadt und verlässlichen Bedingungen für Handwerk, Mittelstand und internationale Unternehmen.

7. Arbeiten in Offenbach

8. Offenbach als Studienstadt

Offenbach soll sich gezielt als urbane Studienstadt positionieren. Neben der HfG wollen wir Kooperationen mit der Goethe-Universität, Hochschulen der Region und Forschungseinrichtungen ausbauen.
Studentisches Wohnen, Co-Working, Kultur- und Freizeitangebote sollen gezielt in Innenstadt und Problemquartieren angesiedelt werden, um Urbanität und Durchmischung zu stärken.
Studierende sind kein Kostenfaktor, sondern Impulsgeber für Innovation, Kreativität und Stadtleben.

Der Wunsch nach einer weiteren Nutzung des bisherigen HfG-Stadtorts für Hochschulzwecke bleibt bestehen. Das Areal sollte durch Studienbereiche der Frankfurt University of Applied Sciences oder der Hochschule Rhein-Main genutzt werden.

9. Ausschreibungen

Bildung

Bildung bleibt das zentrale Zukunftsthema für Offenbach – für Chancen, Integration und Standortattraktivität. Investitionen in Schulen, Kitas und lebenslanges Lernen haben für die Freien Demokraten höchste Priorität, auch wenn die Finanzlage eng bleibt.

Ziel: Wo wir hinwollen – und warum

Bildung soll auch in den kommenden Jahren der wichtigste Investitionsschwerpunkt der Stadt bleiben. Weder kommunale Finanzengpässe noch andere Großprojekte dürfen dazu führen, dass Schul- und Kita-Investitionen verschoben oder ausgedünnt werden. Moderne Gebäude, gut ausgestattete Lernumgebungen und verlässliche Ganztagsangebote sind Grundvoraussetzungen für Chancen- und Bildungsgerechtigkeit.​

Ganztag soll in Offenbach „gut gemacht“ werden: pädagogisch sinnvoll, verlässlich organisiert und in enger Kooperation mit Jugendhilfe, Vereinen und freien Trägern – nicht bloß als Aufbewahrung. Gleichzeitig beginnt Bildung schon in der Kita: Jedes Kind, dessen Eltern es wünschen, soll einen Platz bekommen, mit frühen Sprach- und Förderangeboten als Grundlage für späteren Schulerfolg.​

Lebenslanges Lernen wird als kommunale Aufgabe verstanden: Volkshochschule, Bibliothek, „Mama lernt Deutsch“-Formate und weitere Kurse sollen erhalten und ausgebaut werden. Mittel aus dem Startchancen-Programm des Bundes und der Länder sollen konsequent eingesetzt werden, um besonders belastete Schulen zu stärken, Bildungsgerechtigkeit zu verbessern und den Zusammenhang von Herkunft und Bildungserfolg zu verringern.

Hinzu kommt ein klares Profilierungsziel: Neben guten Regelangeboten soll Offenbach mittelfristig eine bilinguale öffentliche Schule etablieren – idealerweise mit durchgängigen deutsch‑englischen Zügen oder Profilklassen. Eine solche Schule stärkt Sprachkompetenzen, internationale Anschlussfähigkeit und die Attraktivität des Standortes für Familien, Fachkräfte und Unternehmen mit internationalem Hintergrund.​ Aber auch andere Schwerpunkte, etwa in den Bereichen MINT (Mathematik, Naturwissenschaft, Technik) Musik und Sport, die es in Offenbach bereits gibt, zeichnen einen guten Bildungsstandort aus.

Gleichzeitig bekennen sich die Freien Demokraten zur Vielfalt von Trägerschaften im Bildungsbereich. Ersatzschulen in freier Trägerschaft – von konfessionellen über reformpädagogische bis zu internationalen Profilen – leisten einen wichtigen Beitrag zur Wahlfreiheit, Innovation und Entlastung des öffentlichen Schulsystems. Offenbach soll diese Angebote bestmöglich unterstützen: durch verlässliche Kooperation, zügige Verfahren, faire Beteiligung an Planungen und pragmatische Lösungen bei Raumnutzung und Infrastruktur.​

Eine solche Doppelstrategie – starke öffentliche Schulen mit Profilen wie Bilingualität und gut eingebundene Ersatzschulen – macht Offenbach als Bildungsstandort vielfältig, leistungsfähig und attraktiv für sehr unterschiedliche Familien.​

Was wir bereits erreicht haben

Die Freien Demokraten haben in der Koalition Bildung als Top-Priorität verankert.

Diese Maßnahmen zeigen: Offenbach investiert wie kaum ein anderer Bereich in seine Bildungsinfrastruktur – der Grundstein ist gelegt.

Situation: Wo wir stehen

Bildung besitzt in Offenbach höchste politische und finanzielle Priorität. In den vergangenen Jahren konnten zahlreiche Sanierungen und Neubauten realisiert werden; moderne Lernumgebungen und das neue Gymnasium belegen den Anspruch, Offenbach als Bildungsstandort mit Qualität und Vielfalt zu positionieren. Die Breite des Schulangebots – von Grundschulen über berufliche Schulen bis zu gymnasialen und integrativen Modellen – ermöglicht in der Regel eine gute Abdeckung der Bedarfe.​

Mit dem Digitalpakt Schule wurden wichtige Fortschritte bei Geräten und Netzen erreicht. Gleichzeitig zeigt sich, dass Technik ohne dauerhaftes, qualifiziertes IT-Personal nicht ausreicht: Schulen benötigen Betrieb, Wartung und Support, sonst tragen Lehrkräfte und Schulleitungen die Last der Digitalisierung allein. Der Investitionsbedarf bleibt hoch – insbesondere bei älteren Gebäuden, Außenanlagen, Mensen und Sportstätten.​

Die Umsetzung des Ganztagsanspruchs bietet große Chancen für Bildung, Betreuung und Integration, bindet aber erhebliche personelle und finanzielle Ressourcen – von Küche und Mensa über Hausmeister- und Verwaltungskapazitäten bis zu höheren Sachkosten. Zugleich entstehen mit neuen Bibliotheks- und Weiterbildungsangeboten Chancen, Offenbach als Stadt des lebenslangen Lernens zu profilieren. Risiken liegen vor allem in steigenden Kosten: Ohne klare Steuerung droht, dass Geld in Strukturen statt in pädagogische Qualität fließt und Digitalisierung, Ganztag und Personalplanung nicht genügend verzahnt sind.​

Was wir tun wollen


1. Bildung dauerhaft priorisieren

2. Ganztag gut und intelligent umsetzen

3. Schulvielfalt erhalten

4. Kitas und frühe Bildung stärken

5. Digitalisierung der Schulen und Schulverwaltung

6. Lebenslanges Lernen und Bildungsstadt Offenbach

7. Übergänge Schule – Beruf und Praxisnähe

8. Kooperation mit außerschulischen Trägern und Ersatzschulen

9. Bilinguale öffentliche Schule als Profilprojekt

Bildungspolitik der Freien Demokraten in Offenbach bedeutet: konsequent investieren, Ganztag gut machen, früh anfangen, digital und analog zusammen denken – und das Bildungsangebot um Profile wie Bilingualität und starke Ersatzschulen erweitern. So wird Offenbach zur Bildungsstadt, die Chancen eröffnet, Talente bindet und den Standort in der Metropolregion langfristig stärkt.

Haushalt, Finanzen und Steuern

Offenbach soll finanziell handlungsfähig bleiben, investieren können und zugleich sozial im Gleichgewicht sein. Eine solide Haushaltspolitik und eine ausgewogene Bevölkerungsstruktur gehören untrennbar zusammen, weil nur so die Stadt dauerhaft aus eigener Kraft leistungsfähig bleibt.

Ziel: Wo wir hinwollen – und warum

Ziel der Freien Demokraten ist ein dauerhaft ausgeglichener Haushalt im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben. Ein solider, transparenter Haushalt ist die Grundlage kommunaler Selbstbestimmung: Nur wer seine Finanzen im Griff hat, kann in Bildung, Infrastruktur, Sicherheit und Lebensqualität investieren.

Steuern und Gebühren sollen auf einem höchstens durchschnittlichen Niveau im regionalen Vergleich liegen, damit Offenbach für Bürgerinnen, Bürger, Handel, Handwerk und Unternehmen attraktiv ist und bleibt. Die Gewerbesteuer soll perspektivisch so gestaltet werden, dass Offenbach im Wettbewerb mit den Nachbarstädten nicht im Hintertreffen ist, sondern Investitionen anzieht.

Von zentraler Bedeutung ist eine stabile soziale Balance: Offenbach braucht eine gesunde Mischung aus Haushalten, die Einkommensteuer zahlen und das Gemeinwesen tragen, und Menschen, die vorübergehend auf Unterstützung angewiesen sind. Je mehr einkommensstarke und mittlere Haushalte in die Stadt ziehen, desto besser entwickeln sich Einkommensteueranteile, Kaufkraft und damit die finanzielle Basis des Haushalts, ohne Leistungsberechtigte gegeneinander auszuspielen.

Schulden müssen begrenzt und Zinsrisiken aktiv gesteuert werden. Neue Kredite sollen vor allem für zukunftsweisende Investitionen genutzt werden – nicht zur Deckung laufender Ausgaben. Finanzpolitik bedeutet für uns, Freiheitsspielräume der Stadt zu sichern, statt sie auf Kosten künftiger Generationen aufzubrauchen.

Situation: Wo wir stehen

Offenbach befindet sich finanziell im kommunalen Vergleich in einer Phase relativer Stabilisierung. Auf eine Erhöhung der Grundsteuer und Gewerbesteuer konnte in den letzten 5 Jahren vermieden werden.

Mit dem Grünen Schuldschein wurde ein innovatives Finanzierungsinstrument genutzt, das ökologische Ziele mit verantwortlicher Kreditaufnahme verbindet. Der Zuzug einkommensstärkerer Haushalte verbessert die Ertragssituation bei einkommensabhängigen Einnahmen und zeigt, dass Offenbach zunehmend als urbaner Wohnstandort wahrgenommen wird. Zugleich bleibt die soziale Lage vieler Menschen angespannt, was hohe Transferausgaben nach sich zieht. Gleichzeitig bleibt die Lage strukturell angespannt. Das Durchschnittseinkommen liegt weiter deutlich unter dem regionalen Mittel, während die Transferausgaben überdurchschnittlich hoch sind – auch, weil Leistungen in Anspruch genommen werden, die nicht immer auf tatsächlichem Bedarf oder Anspruch beruhen. Ein erheblicher Investitionsstau besteht bei Straßen, Feuerwehr, Schulen und Verwaltungsgebäuden. Der wirtschaftliche Strukturwandel ist noch nicht abgeschlossen; erst eine stärkere gewerbliche Basis – etwa am INNO-Campus und im Hafen – wird die Einnahmeseite nachhaltig verbessern.

Chancen liegen in weiteren Unternehmensansiedlungen, dem Zuzug qualifizierter Erwerbstätiger, der Stärkung der Mittelschicht in Offenbach und einer Belebung des regionalen Arbeitsmarkts. Risiken ergeben sich aus einer schwachen Konjunktur, schwer vermarktbaren Büroflächen insbesondere am Kaiserlei, steigenden Kosten für Pflichtaufgaben sowie der durch die Ausgliederung Hanaus verschlechterten Perspektive im Kommunalen Finanzausgleich. Große Investitionsvorhaben – Schulneubauten und -sanierungen, Station Mitte, Verkehrsinfrastruktur – bergen bei steigenden Zinsen das Risiko finanzieller Überdehnung.

Was wir bereits erreicht haben

Die Freien Demokraten haben in der Haushaltspolitik klare Schwerpunkte gesetzt und auch unpopuläre, aber notwendige Entscheidungen mitgetragen.

Diese Schritte zeigen: Finanzpolitik wird nicht länger als reines Vollzugsfeld verstanden, sondern als aktive Steuerungsaufgabe.

Was wir tun wollen

1. Haushaltsdisziplin, Prioritäten und soziale Balance

2. Steuern und Gebühren attraktiv halten

3. Schulden, Zinsen und Investitionsmanagement weiter optimieren

4. Einnahmenbasis verbreitern statt Steuern erhöhen

5. Effizienz, Digitalisierung und Aufgabenkritik

So entsteht eine Finanzpolitik, die Offenbachs soziale und wirtschaftliche Basis stärkt, den Zuzug leistungsfähiger Haushalte fördert und gleichzeitig die Schwächeren nicht aus dem Blick verliert – mit dem Ziel, die finanzielle Souveränität der Stadt langfristig aus eigener Kraft zu sichern.

Digitalisierung

Offenbach soll zu einer Stadt werden, in der Verwaltung, Infrastruktur und Alltag spürbar digitaler, einfacher und bürgernäher funktionieren. Digitale Angebote sollen Zeit sparen, Transparenz schaffen und Ressourcen freisetzen – ohne jemanden auszuschließen.

Ziel: Wo wir hinwollen – und warum

Ziel der Freien Demokraten ist eine digitale Stadtverwaltung, die Bürgerinnen und Bürgern sowie Unternehmen moderne Services bietet: von Online-Anträgen über Video-Bürgerservice bis hin zu einer leistungsfähigen Smart City. Digitale Lösungen sind kein Selbstzweck, sondern dienen Servicequalität, Effizienz und Standortattraktivität.

Offenbach soll bis 2030 zu einer Stadt werden, in der zentrale Behördengänge digital oder per Videokonferenz erledigt werden können („Bürgerservice LIVE“), in der KI-gestützte Assistenten rund um die Uhr Fragen beantworten und in der Sensorik – etwa bei Parkplätzen, Verkehr oder Umwelt – hilft, den Alltag besser zu organisieren. Vorbilder sind etwa der KI-Bürgerservice im Landratsamt Weilheim-Schongau, digitale Assistenz- und Portiermodelle in Städten wie Ulm sowie smarte Park- und Verkehrslösungen in Kommunen wie Eckernförde. Digitalisierung muss den Alltag der Menschen erleichtern – nicht neue Bürokratie schaffen.

Situation: Wo wir stehen

Offenbach befindet sich in der digitalen Transformation der Stadtverwaltung und der kommunalen Dienstleistungen in einer soliden, aber ausbaufähigen Position. Mit der Einführung des Handyparkens und der baldigen Offenbach-App wurden erste sichtbare Bürgerangebote geschaffen, die den Alltag konkret erleichtern. Beim Onlinezugangsgesetz (OZG) liegt die Stadt sogar über dem hessischen Durchschnitt – ein Hinweis darauf, dass trotz begrenzter Ressourcen Fortschritte erzielt werden.

Die Stabsstelle Digitalisierung wurde ausgebaut und arbeitet an der Vernetzung der Verwaltung, an E‑Learning-Angeboten und internen Wissensdatenbanken, die Orientierung und Fortbildung der Beschäftigten verbessern. Mit der EVO bestehen konkrete Ansätze für Smart-City-Projekte, etwa bei Energieeffizienz, Sensorik und Dateninfrastruktur. Erste Sensornetze – etwa zur Bodenfeuchte an Bäumen oder zur Passantenfrequenz – und smarte Ampeln mit neuem Verkehrsrechner sind auf den Weg gebracht.

Gleichzeitig bleibt der Fortschritt fragmentiert und zu langsam. Viele kommunalen Dienstleistungsangebote wirken nach außen bereits digital, doch die zugrunde liegenden Prozesse laufen häufig noch analog oder nur halb-digital. Das erzeugt Reibungsverluste, Mehrarbeit und Frustration – in der Verwaltung ebenso wie bei den Nutzerinnen und Nutzern. Schulen und Bildungseinrichtungen klagen über Überforderung, weil Infrastruktur, Schulung und Support nicht ausreichend synchronisiert sind. Digitalisierung wird vielerorts noch als Zusatzaufgabe verstanden, nicht als strategisches Steuerungsinstrument.

Chancen liegen in der bundesweiten und landesweiten Dynamik: Förderprogramme und Initiativen – etwa Smart-City-Programme, GovTech-Ansätze oder „Hessen Digital“ – können Offenbach helfen, Tempo zu machen. Das engagierte Team in der Stabsstelle Digitalisierung könnte – mit klarer politischer Rückendeckung – zum Motor einer vernetzten, datenbasierten Stadtentwicklung werden. Risiken bestehen in trägen Verwaltungsstrukturen, fehlender Prioritätensetzung und zu knappen Mitteln.

Was wir bereits erreicht haben

Die Freien Demokraten haben die Weichen für eine digitalere Stadt gestellt.

Diese Schritte bilden ein Fundament – aber aus einzelnen Projekten muss nun eine konsequente Digitalstrategie werden.

Was wir tun wollen

1. Digitalisierung strategisch priorisieren

2. Verwaltung digital denken – nicht nur Formulare

3. Smart City konkret machen

4. Bürgernähe, KI-Bürgerservice und Transparenz

5. Glasfaserausbau beschleunigen

Der Glasfaserausbau in Offenbach soll weiter beschleunigt werden. Die Stadt richtet dafür eine zentrale, fachamtsübergreifende Ansprechstelle für alle Genehmigungen im Glasfaserausbau ein. Diese Stelle bündelt Zuständigkeiten, koordiniert Straßenverkehrs-, Tiefbau-, Denkmal- und Sondernutzungsfragen und ist alleinige Schnittstelle für Netzbetreiber. Genehmigungen für Glasfaserbaumaßnahmen werden vollständig digital beantragt und bearbeitet; Medienbrüche sind zu vermeiden. Für Standardmaßnahmen werden verbindliche Bearbeitungsfristen eingeführt, um Planungssicherheit für den eigenwirtschaftlichen Ausbau zu schaffen

Im Straßenraum setzt Offenbach konsequent auf zeitsparende und kosteneffiziente Verlegeverfahren. Neben klassischem Tiefbau werden moderne Bauweisen wie Trenching, Micro- und Nano-Trenching sowie oberflächennahe Verlegung ausdrücklich zugelassen, sofern sie den Vorgaben des Telekommunikationsgesetzes und der einschlägigen DIN-Normen entsprechen. Ziel ist es, Bauzeiten zu verkürzen, Eingriffe in den Verkehrsfluss zu minimieren und Belastungen für Anwohnerinnen und Anwohner deutlich zu reduzieren. Auf unnötige Sonderauflagen und kommunale Zusatzanforderungen wird verzichtet, sofern Sicherheits- und Qualitätsstandards eingehalten werden

Die Stadt setzt die gesetzliche Einstufung des Glasfaserausbaus als überragendes öffentliches Interesse konsequent um. Glasfaserprojekte erhalten bei Genehmigungen, Abwägungsentscheidungen und der Nutzung öffentlicher Flächen Vorrang. Bauanträge für Glasfaser werden zügig bearbeitet. Wo erforderlich, stellt die Stadt eigene Grundstücke, Gebäude oder Verkehrsflächen für Technikstandorte, PoP-Standorte oder Netzverteiler zur Verfügung

Offenbach geht beim Technologiewechsel mit gutem Beispiel voran. Alle kommunalen Gebäude werden schrittweise, aber verbindlich mit Glasfaseranschlüssen ausgestattet. Bei Neuanschlüssen, Sanierungen oder Vertragsverlängerungen verzichtet die Stadt vollständig auf kupferbasierte Übergangslösungen. Ziel ist es, den Wechsel von Kupfer- auf Glasfasernetze aktiv zu unterstützen und nicht durch parallelen Betrieb veralteter Infrastruktur zu verzögern. Bürger sollen frühzeitig über die Offenbach App zu anstehenden Umstellungen informiert werden; eine Versorgungslücke darf es dabei nicht geben

Zur Unterstützung des Ausbaus informiert die Stadt transparent über Ausbaugebiete, Zeitpläne und Bauphasen. Digitale Informationskanäle werden genutzt, um Anwohner frühzeitig einzubinden und Akzeptanz für Bauarbeiten und neue Verlegeverfahren zu schaffen. Ziel ist ein schneller, flächendeckender und möglichst konfliktarmer Glasfaserausbau.

Rechenzentren werden als kritische Infrastruktur der digitalen Stadtentwicklung behandelt. Die Stadt identifiziert geeignete Flächen für kleine und mittlere Rechenzentren, stellt eine leistungsfähige Glasfaser- und Stromanbindung sicher und beschleunigt entsprechende Planungs- und Genehmigungsverfahren. Bei neuen Rechenzentrumsansiedlungen wird die Nutzung der entstehenden Abwärme frühzeitig vertraglich geprüft und – wo technisch sinnvoll – in die kommunale Wärmeplanung integriert.

6. Building Information Modeling (BIM) konsequent anwenden

Die FDP Offenbach setzt sich dafür ein, dass bei städtischen Bau- und Infrastrukturprojekten künftig konsequent Building Information Modeling (BIM) eingesetzt wird, um Planung, Bau und Betrieb effizienter, transparenter und wirtschaftlicher zu gestalten.

Wir fordern, dass die Stadt Offenbach bei allen größeren Hochbau‑ und Infrastrukturvorhaben schrittweise BIM als verbindlichen Standard einführt, um Kosten‑, Termin‑ und Qualitätsrisiken zu reduzieren und Planungsabläufe zu optimieren.

Wir wollen, dass die Bauverwaltung als digitale Vorreiterin agiert, klare BIM‑Anforderungen in Ausschreibungen definiert und Pilotprojekte (z. B. Schulen, Kitas, Brücken, Verwaltungsgebäude) nutzt, um einheitliche Standards für Daten, Prozesse und Verantwortlichkeiten aufzubauen.

Wir setzen uns dafür ein, dass Offenbach die vorhandenen Leitfäden und Förderangebote von Bund und Land für die Einführung von BIM nutzt, interkommunale Kooperationen eingeht und die Qualifizierung der städtischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gezielt unterstützt.

Unser Ziel ist eine moderne, digitale und wirtschaftliche kommunale Baupolitik, die Lebenszykluskosten berücksichtigt, Nachhaltigkeit messbar macht und damit den Haushalt entlastet sowie bessere Entscheidungen für Bürgerinnen und Bürger ermöglicht.

Sicherheit und Ordnung

Offenbach soll eine Stadt sein, in der Menschen sich nicht nur statistisch, sondern im Alltag sicher und wohl fühlen. Sicherheit und Sauberkeit sind dafür zentrale Grundlagen – im Sinne von Lebensqualität, Respekt und Ordnung.​

Ziel: Wo wir hinwollen – und warum

Ziel der Freien Demokraten ist ein Offenbach, in dem objektive Sicherheit und subjektives Sicherheitsgefühl zusammenpassen. Die Stadt soll ihre Position als sicherste Großstadt Hessens festigen und gleichzeitig dafür sorgen, dass dieser Erfolg auf Straßen, Plätzen und in Parks sichtbar wird. Sicherheit und Sauberkeit werden als Grundvoraussetzungen für Lebensqualität, wirtschaftliche Attraktivität und sozialen Zusammenhalt verstanden.​

Die Stadt soll eine klare Linie verfolgen: weniger Verwahrlosung, weniger Vermüllung, weniger Regelbrüche – dafür mehr sichtbare Präsenz, schnelleres Einschreiten und saubere, gepflegte öffentliche Räume. Erfahrungen aus anderen Städten zeigen, dass konsequente Sauberkeits- und Ordnungspolitik Kriminalität und Vandalismus vorbeugen und das Sicherheitsgefühl deutlich verbessern kann.

Was wir bereits erreicht haben

Die Freien Demokraten haben maßgeblich zum Ausbau der kommunalen Sicherheitsstrukturen beigetragen.

Diese Schritte tragen dazu bei, dass Offenbach heute statistisch als sicherste Großstadt Hessens gilt – auch wenn dieses Sicherheitsniveau im Alltag vieler Bürgerinnen und Bürgern noch nicht in gleicher Weise wahrgenommen wird.​

Situation: Wo wir stehen

Offenbach präsentiert sich objektiv als vergleichsweise sichere Großstadt. Die Kriminalitätsstatistik weist beweist dies. Doch subjektiv empfinden viele Menschen in bestimmten Straßenzügen und Quartieren Unsicherheit. Das hängt mit verwahrlosten Ecken, Vermüllung, sichtbarer Armut und auch aggressiven Bettel- oder Trinkerszenen zusammen. Auch zunehmende Regelverstöße im Verkehr fördern diesen Eindruck. Seit der Konzentration der Landespolizei im Polizeipräsidium fehlen dezentrale Wachen im Stadtgebiet; Stadtpolizei und Verkehrspolizei wurden personell massiv verstärkt, stoßen bei der Durchsetzung der Regeln im Ordnungsbereich aber dennoch an Grenzen.​ Diese Probleme gibt es in vielen Großstädten.

Es darf nicht der Eindruck entstehen, dass Ordnungsregeln nur unvollständig durchgesetzt werden und Verstöße folgenlos bleiben. Deshalb müssen die Anstrengungen verstärkt werden. Die Stadt hat mit stark erhöhten Bußgeldern, Kommunikation, sichtbarer Präsenz und schnelleren Reaktionen bereits reagiert. Auch die Überwachungen im Bereich Gaststätten- und Spielrecht wurden ausgeweitet (2021 9 Verfahren mit 6.158 Euro Bußgeldern zu 354 Verfahren und 350 591 Euro in 2025).

Was wir tun wollen
1. Ordnung und Präsenz im öffentlichen Raum stärken

2. Sauberkeitsoffensive Offenbach

3. Konkrete Maßnahmen gegen Graffiti und Vandalismus

4. Kooperation mit EVO: Gestaltung von Stromkästen und Trafostationen

5. Regeln durchsetzen – Stadtbild schützen

6. Subjektives Sicherheitsgefühl verbessern

7. Frauen und Sicherheit

8. Kombination von Ordnung und Sozialarbeit

9. Digitale Unterstützung und Beteiligung

Sicherheit und Sauberkeitspolitik der Freien Demokraten bedeutet: klare Regeln, konsequente Durchsetzung, sichtbare Präsenz, kreative Kooperationen – etwa mit der EVO – und gezielte Hilfe für Menschen in Not. Offenbach soll damit zu einer Stadt werden, in der sich alle sicher fühlen – weil man es jeden Tag im Stadtbild erlebt.

10. Sicherheit auf Festen

Wir wollen die Sicherheit bei Festen weiterhin gewährleisten und wollen die Finanzierung von Absperrungen weiterhin ermöglichen. Die Auflagen sind so enorm und die Kosten so hoch, dass viele Veranstaltungen in Offenbach sonst gar nicht mehr stattfinden könnten. Gleichzeitig stellen wir aber fest, dass Terrorabwehr nicht Aufgabe von Kommunen oder Veranstaltern, sondern Aufgabe des Staates ist. Wir fordern, dass Bund und Land für die Absicherung von Veranstaltungen finanziell aufkommen. Wir übernehmen Verantwortung und sichern Feste finanziell wie organisatorisch ab, sonst würden manche schlicht ausfallen. Gleichzeitig gilt: Wir dürfen uns nicht an den Ausnahmezustand gewöhnen. Poller sind kein Zeichen von Sicherheit, sondern von Kontrollverlust. Ja zu wirksamem Schutz, nein zur stillen Gewöhnung.

Umwelt, Klima und Energie

Offenbach soll eine Stadt bleiben, in der sich wirtschaftliche Dynamik und hohe Lebensqualität nicht ausschließen, sondern gegenseitig stärken. Eine liberale Umweltpolitik sichert die kommunale Daseinsvorsorge, schützt Gesundheit und Eigentum und schafft verlässliche Rahmenbedingungen für Investitionen und Innovationen. Klimaschutz gelingt durch Innovation und Investitionen, nicht durch Bevormundung.

Ziel: Wo wir hinwollen – und warum

Offenbach soll klimafreundlicher und widerstandsfähiger gegen Hitze, Starkregen und Lärm werden, ohne in Verbots- und Verzichtsrhetorik zu verfallen. Übertriebenen Vorgaben, Klimaziele schneller erreichen zu wollen, als in anderen Teilen Europas stehen Freie Demokraten aber kritisch gegenüber,

Klimaschutz und Klimaanpassung verstehen die Freien Demokraten als Technologie- und Innovationsaufgabe. Ziel ist eine schrittweise klimaneutrale Energie- und Wärmeversorgung, die Versorgungssicherheit garantiert und die Menschen nicht überfordert. Kreislaufwirtschaft, moderne Abfall- und Recyclingstrukturen, eine robuste Wasser- und Abwasserversorgung, eine zukunftsfähige Strom- und Wärmeinfrastruktur sowie mehr Grün, kühle Orte und gute Luftqualität sind für uns zentrale Bausteine einer freien, lebenswerten Stadt. Offenbach soll zur Schwammstadt werden, die mit Hitze und Starkregen umgehen kann und gleichzeitig neue grüne Räume schafft – zum Nutzen von Bewohnern, Natur und Wirtschaft.

Situation: Wo wir stehen

Die kommunale Daseinsvorsorge funktioniert in Offenbach im Großen und Ganzen: Energie-, Wasser-, Abwasser-, Abfall- und Starkregenvorsorge sind stabil organisiert, getragen insbesondere durch die Energieversorgung Offenbach (EVO) und die städtischen Betriebe. Die Modernisierung des Heizkraftwerks mit dem Ziel eines kohlefreien Betriebs ab 2029 sowie die Erneuerung des Müllheizkraftwerks („Energiewerk“) mit Abwärmenutzung und Wärmespeicher sind wesentliche Schritte hin zu einer dekarbonisierten, sicheren Energie- und Wärmeversorgung. Maßnahmen der ESO zur Reduzierung von Überflutungsrisiken bei Starkregen und das Klimakonzept 2035 bilden die strategische Basis für weitere Anpassungsschritte.

Gleichzeitig wachsen die ökologischen Herausforderungen. Die Versiegelung nimmt durch Bebauung und stehenden Verkehr weiter zu, ein echtes Schwammstadtkonzept ist bislang kaum umgesetzt. In der Kernstadt fehlen vielerorts ausreichend Bäume, Grünflächen und kühle Orte, was in Hitzeperioden zu starker Aufheizung führt. Altlasten im Untergrund bleiben häufig unsaniert, Müllablagerungen im Freien sowie ein komplexes Mülltrennungssystem überfordern viele Bürgerinnen und Bürger. Die Luftqualität in der Innenstadt ist durch Auto-, Bahn-, Schiffs- und Flugverkehr angespannt, die Lärmbelastung entlang von A 661, B 448 und der Bahnlinie mindert die Wohn- und Aufenthaltsqualität. Der Stadtwald, als klimatisches Rückgrat Offenbachs, ist durch den Klimawandel massiv bedroht.

Chancen liegen in einer konsequenten Grün- und Entsiegelungsoffensive: das „grüne Band“ am Mainufer, Tiny Forests, Fassaden- und Dachbegrünung, die Entsiegelung innerstädtischer Flächen und ein durchdachtes Schwammstadtkonzept können Hitzeinseln reduzieren, Wasser besser aufnehmen und das Stadtklima stabilisieren. Zukunftsweisend sind zudem die Abwärmenutzung von Rechenzentren, die Grundwasseranreicherung mit aufbereitetem Abwasser und eine langfristige Strategie zur Sicherung der Wasserressourcen bis 2050/2055. Risiken liegen in zersplitterten Zuständigkeiten im Wasser- und Abwassersektor, in der ungeklärten Zukunft der Abwasserentsorgung nach Auslaufen des Vertrags mit Frankfurt 2031, in steigenden Energiepreisen sowie in technologischen Veränderungen (z. B. effizientere Rechenzentren), die bestehende Abwärmekonzepte verändern können.

Was wir bereits erreicht haben

Die Freien Demokraten haben in der Umweltpolitik wichtige Grundlagen dafür gelegt, dass Offenbach seine ökologische Widerstandsfähigkeit stärkt, ohne wirtschaftliche Entwicklung abzuwürgen.

Diese Maßnahmen zeigen: Offenbach hat tragfähige Bausteine einer modernen, technologieoffenen Umweltpolitik entwickelt, die sowohl Versorgungssicherheit als auch Klimaschutz und Klimaanpassung im Blick hat.

Was wir tun wollen

1. Strategischer Rahmen: Masterplan Umwelt und Klima 2050

2. Schwammstadt und Entsiegelung

3. Grüne Plätze, kühle Orte und Stadtklima

4. Energie, Wärme und Kreislaufwirtschaft

5. Wasser, Abwasser und Starkregenvorsorge

6. Luftqualität, Lärmschutz, Stadtwald, Schultheis-Weiher

7. Schutz wertvoller Biotope

Wir setzen auf gezielte Renaturierungs- und Schutzmaßnahmen, wo sie fachlich sinnvoll sind und einen Mehrwert für Hochwasserschutz, Klima und Artenvielfalt bieten – verhältnismäßig, transparent und im Dialog mit Eigentümern und Betroffenen.

SEine liberale Umweltpolitik für Offenbach verbindet Versorgungssicherheit, wirtschaftliche Vernunft und ökologische Verantwortung. Sie setzt auf Technik statt Tabu, auf Anreize statt Verbote – und sorgt dafür, dass Offenbach auch in Zukunft eine Stadt mit hoher Lebensqualität bleibt.

Sport

Offenbach soll zu einer Stadt werden, in der Sport, Bewegung und Gesundheit für alle Menschen selbstverständlich zum Alltag gehören – vom Vereinssport über den Schulsport bis zum spontanen Training im Park. Sport stärkt Gemeinschaft, Integration, Standortimage und Lebensqualität.

Ziel: Wo wir hinwollen – und warum

Ziel der Freien Demokraten ist eine Sportstadt Offenbach, in der

Sport wird als integraler Bestandteil von Stadtentwicklung, Gesundheits- und Sozialpolitik verstanden. Deshalb sollen Investitionen in Sportstätten – insbesondere Schwimmbäder, Sporthallen, Freiplätze und Bewegungsflächen im Grünen – verlässlich geplant und nicht von konjunkturellen Haushaltsdebatten abhängig gemacht werden. Ziel ist es, Vereinsbindung zu stärken, Bewegungsarmut zu bekämpfen und über attraktive Anlagen auch überregionale Aufmerksamkeit zu erzeugen.

Was wir bereits erreicht haben

Die Freien Demokraten haben wichtige Projekte für den Sport in Offenbach mit angestoßen und unterstützt:

Diese Maßnahmen zeigen: Sportinfrastruktur wird nicht als „nice to have“ betrachtet, sondern als grundlegende Daseinsvorsorge und Standortfaktor.

Situation: Wo wir stehen

Offenbach verfügt über eine solide, breit aufgestellte Sportlandschaft auf Basis eines langfristigen Sportentwicklungsplans. Starke Vereine, engagiertes Ehrenamt, eine Sportgala zur Anerkennung von Leistungen und ein breites Angebot für unterschiedliche Altersgruppen sind klare Stärken. Besonders im Wassersport besitzt Offenbach durch Lage am Main und bestehende Infrastruktur ein Profil mit regionaler Strahlkraft.

Gleichzeitig bleiben Defizite deutlich sichtbar: Abseits des OFC fehlt es an überregionaler Wahrnehmung, der Organisationsgrad im Vereinssport liegt deutlich unter dem Bundesdurchschnitt, und viele Sportstätten – insbesondere Hallen – entsprechen weder dem heutigen Bedarf noch modernen Standards. Es fehlt eine große Veranstaltungshalle, ein Lehrschwimmbad und ausreichend qualitätsvolle Sportmöglichkeiten im öffentlichen Raum, etwa für Senioren und Freizeitsportler. Engpässe in der Belegungskoordination, vor allem bei Schulturnhallen, sorgen für Frust bei Vereinen.

Chancen liegen in der Entwicklung eines zentralen Sportfeldes in Mainnähe, der Sport, Freizeit und Stadtgrün verbindet, sowie in der Schaffung von Grünanlagen mit integrierten Bewegungsangeboten. Eine digital gesteuerte Belegungskoordination kann Kapazitäten besser nutzen und Vereinen mehr Planungssicherheit geben. Risiken entstehen vor allem durch die dauerhaft angespannte Finanzierungslage und die zunehmende Bewegungsarmut, insbesondere bei Kindern und Jugendlichen.

Was wir tun wollen

1. Sportentwicklungsplan konsequent umsetzen

2. Sport im öffentlichen Raum stärken

3. Vereine stärken, Organisation verbessern

4. Breiten-, Gesundheits- und Spitzensport verbinden

5. Finanzierung sichern und Kooperationen nutzen

Sportpolitik der Freien Demokraten in Offenbach heißt: den Masterplan ernst nehmen, Vereine stärken, öffentliche Räume zu Bewegungsräumen machen und Sport – vom Kita-Spielplatz bis zum Stadion – als tragende Säule von Stadtentwicklung, Gesundheit und Identität verstehen.

Kultur

Kultur soll Offenbachs Markenkern und weicher Standortfaktor sein – für Lebensqualität, Zusammenhalt und Unternehmensansiedlungen. Kulturpolitik wird als Querschnittsaufgabe verstanden, die Stadtentwicklung, Bildung und Wirtschaft miteinander verbindet.

Ziel: Wo wir hinwollen – und warum

Ziel der Freien Demokraten ist, Kultur als klaren Standortvorteil Offenbachs zu profilieren: als Grund, hier zu leben, zu arbeiten und zu investieren. Kultur, Kreativwirtschaft und HfG sollen gemeinsam ein Bild der Stadt prägen, das Offenbach von der Nachbarschaft positiv unterscheidet.​

Der Kulturentwicklungsplan soll konsequent umgesetzt und mit Stadtentwicklung, Bildung und Wirtschaft verzahnt werden. Station Mitte wird als zentraler Kultur‑Hub entwickelt – mit moderner Bibliothek, Veranstaltungsflächen und Raum für kreative Formate. Ehrenamtliches Engagement in Vereinen, Initiativen und Projekten bleibt Rückgrat der Kulturszene und wird gezielt gestärkt. Kultur wird zudem als „weicher Standortfaktor“ für Unternehmensansiedlungen verstanden: Eine lebendige Szene, spannende Festivals und kreative Orte machen Offenbach attraktiv für Fachkräfte und kreative Köpfe.

Was wir bereits erreicht haben

Die Freien Demokraten haben wichtige Weichen gestellt, um Kultur zu sichern und weiterzuentwickeln.

Situation: Wo wir stehen

Offenbach verfügt über eine bemerkenswerte kulturelle Vielfalt, getragen von einer internationalen Stadtgesellschaft und vielen engagierten Kulturvereinen. Stadtfeste wie Lichterfest und Mainuferfest zeigen diese Vielfalt ebenso wie kleinere Formate in den Quartieren. Mit Capitol, Stadthalle, Büsing-Palais, Deutschem Ledermuseum, Stadion und weiteren Orten besteht eine solide kulturelle Infrastruktur; die Nähe zur HfG und zur Kulturmetropole Frankfurt eröffnet zusätzliche Kooperations- und Sichtbarkeitspotenziale.​

Gleichzeitig bleibt die Kulturlandschaft unterfinanziert und regional oft im Schatten Frankfurts. Museen und Häuser kämpfen um Aufmerksamkeit; zielgerichtetes Stadtmarketing für Offenbachs eigene kulturelle Identität ist ausbaufähig. Die angespannte Finanzlage begrenzt Handlungsspielräume, viele Projekte hängen von Fördermitteln ab. Sicherheitsauflagen und Genehmigungsanforderungen belasten Vereine und Ehrenamtliche und erschweren spontane Kultur im öffentlichen Raum. Chancen liegen in den Projekten rund um die World Design Capital 2026, der Modernisierung des Ledermuseums, der Neunutzung des Kulturkarrees und der kulturellen Nutzung des Hauptbahnhofgebäudes. Risiken sind die Konkurrenz zu Frankfurt, die Nachwirkungen der Pandemie und die Gefahr einer Erosion der kulturellen Basisarbeit.

Was wir tun wollen

1. Kulturentwicklungsplanung umsetzen

2. Station Mitte als Kultur‑Hub etablieren

3. Kulturkarree und Häuser stärken

4. Ehrenamt und freie Szene stärken

5. Leerstand kreativ nutzen und HfG einbinden

6. Museen und Bildung verzahnen

7. Stadtfeste und kulturelle Vielfalt sichtbar machen

Kulturpolitik der Freien Demokraten in Offenbach bedeutet: Vielfalt sichern, Ehrenamt stärken, zentrale Orte wie Station Mitte, Ledermuseum und Kulturkarree entwickeln und Kultur als weichen Standortfaktor sichtbar machen – damit Offenbach durch die Energie seiner Menschen glänzt, nicht durch große Häuser allein.​

Freizeit

Gutes Leben bedeutet nicht nur gut Wohnen und Arbeiten, sondern auch die Freizeit aktiv zu gestalten. Eine lebendige Freizeitstadt lebt vom Engagement ihrer Bürgerinnen und Bürger – nicht allein von der Stadtverwaltung.

Ziel: Wo wir hinwollen – und warum

Freizeit ist für die Freien Demokraten ein zentraler Bestandteil urbaner Lebensqualität. Unser Ziel ist ein Offenbach, in dem Menschen jeden Alters wohnortnah attraktive Möglichkeiten zur Erholung, Bewegung und Begegnung finden – niedrigschwellig, sicher und gut erreichbar.

Freizeitangebote im öffentlichen Raum stärken Gesundheit, Integration und Zusammenhalt. Sie machen Stadtteile lebendig, erhöhen die Aufenthaltsqualität und tragen dazu bei, dass Menschen gerne in Offenbach leben und bleiben. Dabei setzen wir auf Vielfalt statt Einheitsangebote, auf gute Pflege statt Symbolpolitik und auf verantwortungsvollen Umgang mit Natur, Tieren und öffentlichen Flächen.

Offenbach soll eine Stadt sein, in der Parks, Spielplätze, Uferbereiche, Wälder und Freizeitorte selbstverständlich genutzt werden können – für Bewegung, Spiel, Entspannung und gemeinsames Erleben.

Vereine und ehrenamtliches Engagement sind das Rückgrat des gesellschaftlichen Zusammenhalts in Offenbach. Ob im Sport, in der Kultur, im sozialen Bereich oder im Katastrophenschutz – tausende Bürgerinnen und Bürger leisten freiwillig einen unverzichtbaren Beitrag für unsere Stadt. Dieses Engagement verdient Anerkennung, Respekt und bestmögliche Unterstützung.

In Offenbach laufen aktuell mehrere Spielplatzsanierungen und -aufwertungen, darunter am Kleewasem (Bieber-Waldhof) mit Fertigstellung für Frühjahr 2026 geplant, an der Schäferstraße (Senefelderquartier), wo Baubeginn für Winter 2025/2026 erwartet wird, sowie im Park Friedrichsweiher mit Start der Sanierung Ende August 2025 und Fertigstellung im Sommer 2026. Der Spielplatz Heusenstammer Weg wurde bereits im Herbst 2024 nach umfassender Modernisierung wiedereröffnet. In der kommenden Legislaturperiode wollen wir die Spielplatzrahmenplanung erneuern und modernisieren.

  1. Bewegung, Spiel und öffentliche Räume

Natur erleben und besser erreichbar machen

2. Verantwortungsvoller Umgang mit Tieren in der Stadt

Tierschutz ist kommunale Verantwortung und Ausdruck einer humanen Stadtgesellschaft.

3. Vereine, Ehrenamt

Soziales

Offenbach soll eine Stadt sein, in der soziale Teilhabe, Chancengerechtigkeit und Eigenverantwortung zusammen gedacht werden. Soziale Politik der Freien Demokraten zielt darauf, benachteiligte Menschen gezielt zu unterstützen, Integrationsbereitschaft einzufordern und allen Generationen echte Perspektiven zu eröffnen. Sozialpolitik darf Menschen nicht verwalten, sondern muss sie befähigen. 

Ziel: Wo wir hinwollen – und warum

Die Freien Demokraten wollen Offenbach zu einer Stadt entwickeln, in der soziale Unterstützung, Bildungschancen und Eigenverantwortung Hand in Hand gehen. Dazu gehören:

Soziale Politik soll nicht nur Notlagen verwalten, sondern Chancen eröffnen und den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken.

Was wir bereits erreicht haben

Die Freien Demokraten haben in der Sozialpolitik wichtige Grundlagen mitgelegt und mitgetragen:

Diese Schritte zeigen: Offenbach verfügt über ein dichtes Netz sozialer Angebote und Beteiligungsstrukturen – es braucht nun Priorisierung, bessere Vernetzung und sichtbare Wirkung.​

Situation: Wo wir stehen

Offenbach ist jung, urban und stark divers – das ist Chance und Herausforderung zugleich. Integration verschiedener Bevölkerungsgruppen ist trotz hoher Heterogenität in weiten Teilen gelungen. Viele Vereine, Verbände und Initiativen leisten wertvolle Arbeit und tragen zur sozialen Stabilität bei. Die Errichtung eines neuen Gebäudes für Wohnungslose steht beispielhaft für eine pragmatische Sozialpolitik, die konkrete Bedarfe aufgreift.

Gleichzeitig ist Offenbach von hohen Armutsquoten, überdurchschnittlicher Kinderarmut, angespannten Quartiersstrukturen und einem dauerhaft überlasteten Jugendamt geprägt. Präventive Jugendarbeit und sozialräumliche Angebote sind vielerorts unterfinanziert. Im öffentlichen Raum fehlen sichere Orte, attraktive Treffpunkte und „Third Places“ für Jugendliche jenseits von Konsum. Gesundheitlich zeigen sich urbane Belastungen – Lärm, wenig Grün, psychische Belastungen – kombiniert mit ungleichen Zugangschancen zu Gesundheitsangeboten. Offenbach verfügt jedoch über hohe soziale Resilienz dank einer starken Engagementkultur.

Chancen entstehen durch den Ausbau jugend- und quartiersorientierter Räume, die Verknüpfung von Kultur‑ und Sozialarbeit und gezielte Gesundheitsförderung in den Stadtteilen. Risiken liegen in wachsender Segregation, weiterer Zuwanderung in ohnehin belastete Quartiere und einer strukturellen Unterfinanzierung zentraler sozialer Dienste.​

Was wir tun wollen

1. Kinder, Jugendliche und Familien gezielt fördern

2. Prävention und finanzielle Grundbildung

3. Inklusion, Barrierefreiheit und Angebote für Ältere

4. Integration, Regeln und Zusammenhalt

5. Gesundheit, Pflege und Klimafolgen

6. Digitale und soziale Teilhabe

Sozialpolitik der Freien Demokraten in Offenbach bedeutet: gezielt unterstützen statt verwalten, Integration mit klaren Regeln verbinden, Kinder und Jugendliche in den Mittelpunkt stellen, Inklusion als Querschnittsaufgabe verstehen und alle Generationen – von Kindern bis zu Seniorinnen und Senioren – aktiv in das Stadtleben einbinden.

7. Wohnsitzlosigkeit vermeiden

Wir setzen stärker auf Prävention von Wohnungslosigkeit: durch frühzeitige Beratung bei Mietschulden, Kooperationen mit Vermietern und besseres Schnittstellenmanagement zwischen Sozialamt, Jobcenter und freien Trägern.
Ziel ist es, Wohnungsverluste zu vermeiden, statt Menschen dauerhaft in Hilfesysteme zu überführen.

8. Lebensmittelverschwendung reduzieren
Programme zur Reduzierung von Lebensmittelverschwendung werden systematisch unterstützt in enger Kooperation mit der Offenbacher Tafel und weiteren sozialen Trägern. Ziel ist es, vorhandene Ressourcen besser zu nutzen, soziale Hilfe zu stärken und unnötige Verschwendung zu vermeiden – ohne neue Verpflichtungen oder Bürokratie.

9. Gleichstellung statt Gleich machen

Gleichstellungspolitik muss sich im Alltag bewähren: bei Sicherheit im öffentlichen Raum, bei Stadtplanung, bei Bildung und Erwerbstätigkeit.
Wir wollen Angsträume gezielt abbauen, sichere Wege stärken und Frauen bei Gründung, Ausbildung und Beruf gezielt unterstützen – ohne neue Symbolpolitik.

10. Einsamkeit überwinden

Bürgerbeteiligung und Stadtteile

Offenbach soll Stadtteile stärken und Bürgerbeteiligung verbindlich, frühzeitig und gut unterstützt organisieren. Lebendige Ortskerne, transparente Verfahren und echte Mitgestaltung sind zentrale Bausteine moderner Stadtentwicklung.​

Ziel: Wo wir hinwollen – und warum

Ziel der Freien Demokraten ist es, Offenbachs Stadtteile – insbesondere Bieber und Bürgel – zu lebendigen, eigenständigen Zentren mit hoher Aufenthaltsqualität, klarer Identität und aktiver Bürgerschaft zu entwickeln. Städtebauförderprogramme wie „Lebendige Zentren“ sollen dabei konsequent genutzt werden, um Ortskerne zu sanieren, Freiräume aufzuwerten und lokale Akteure einzubinden.​

Bürgerbeteiligung soll verbindlich, planbar und niedrigschwellig sein: Leitlinien und eine zentrale Service- und Beratungsstelle bilden die Grundlage. Vorbilder wie Heidelberg zeigen, dass klar geregelte Beteiligungsprozesse Transparenz, Vertrauen und eine dauerhafte Beteiligungskultur schaffen können. Ziel ist eine Beteiligung, die früh beginnt, ergebnisoffen ist und deren Ergebnisse sichtbar in politische Entscheidungen einfließen.​

Was wir bereits erreicht haben

Die Freien Demokraten haben wichtige Bausteine für starke Stadtteile und bessere Beteiligung mit auf den Weg gebracht:

Diese Elemente bilden das Fundament für eine quartiersnahe, beteiligungsorientierte Stadtentwicklung.

Situation: Wo wir stehen

Bieber und Bürgel verfügen über gewachsene, kleinstädtisch geprägte Ortskerne mit aktiven Vereinen und einem lebendigen Stadtteilleben. Sie ergänzen die Offenbacher Innenstadt als dezentrale Versorgungs- und Begegnungsorte. Gleichzeitig sind Ortsbilder teilweise sanierungsbedürftig; unpassende Werbung, starker Durchgangsverkehr und fehlende oder unattraktive öffentliche Räume beeinträchtigen die Aufenthaltsqualität. Rückgänge bei der Angebotsvielfalt im Handel führen zu Funktionsverlusten als lokale Zentren.​

Mit dem Programm „Lebendige Zentren“ und dem integrierten Stadtentwicklungskonzept (ISEK) besteht ein klarer Rahmen, um diese Herausforderungen zu bearbeiten. Die Aufnahme gleich zweier Ortskerne in das Förderprogramm ist hessenweit besonders und bietet Synergien. Parallel wurde mit Leitlinien und Service-Stelle eine Struktur für Bürgerbeteiligung geschaffen; nun kommt es darauf an, diese Instrumente im Alltag zu leben, frühzeitig zu informieren und Beteiligung nicht zur Pflichtübung verkommen zu lassen.​

Was wir tun wollen

1. Stadtteile als lebendige Zentren weiterentwickeln

2. Quartiersmanagement und Stadtteilarchitektur stärken

3. Bürgerbeteiligung verbindlich und alltagstauglich machen

4. Stadtteilbudgets und lokale Projekte ermöglichen

5. Kommunikation und digitale Beteiligung verbessern

Stadtteil- und Beteiligungspolitik der Freien Demokraten in Offenbach bedeutet: Ortskerne stärken, Quartiersmanagement professionalisieren, Beteiligung verbindlich und verständlich organisieren und Stadtteile mit eigenen Budgets und Ideen ernst nehmen – damit Bieber, Bürgel und alle Quartiere lebendige, mitgestaltete Orte bleiben.

6. Transparentes Rathaus

Wir führen eine verbindliche Vorhabenliste ein, auf der alle größeren Projekte der Stadt frühzeitig mit Zeitplan, Kostenrahmen und Beteiligungsformat veröffentlicht werden – nach Heidelberger Vorbild.
Nicht-personenbezogene Verwaltungsdaten (z. B. Bauprojekte, Verkehrs- und Umweltmessungen, Fördermittelverwendung) werden systematisch als Open Data bereitgestellt. Wir führen ein öffentliches Projekt-Dashboard für zentrale Stadtprojekte ein (Kosten, Zeitpläne, Abweichungen). Entscheidungen müssen nachvollziehbar sein: Gutachten, Beschlussvorlagen und relevante Verträge sollen – soweit rechtlich möglich – öffentlich zugänglich sein.
Transparenz stärkt Vertrauen, beschleunigt Verfahren und verbessert Entscheidungen. Beteiligungsverfahren erhalten eine verpflichtende Rückmeldung, welche Vorschläge übernommen wurden und warum. Politische Bildung wird praxisnah gestärkt – insbesondere für Jugendliche – durch Planspiele, Stadtteilforen und Kooperationen mit Schulen. Alle parlamentarischen Anfragen und Antworten werden veröffentlicht.

7. Den historischen Stadtteilen gerecht werden.

Der eigenen Geschichte und Tradition der früher selbständigen Stadtteile wird mit Respekt begegnet und dortige Institutionen als Wissensträger und Multiplikatoren anerkannt. Zuständige städtische Ansprechpersonen sollen auch bei Zusammenkünften in den Stadtteilen Beratung und Unterstützung anbieten.

Es ist auch Verantwortung der Stadt Offenbach die oft liebevoll und mit großem Engagement gepflegte eigene Geschichte und Tradition der früher selbständigen Stadtteile gleichwertig neben der Geschichte und Tradition der Kernstadt zu erhalten und zu pflegen.

Es gilt die historischen Ortskerne und die Hauptstraßen unter Einbeziehung von Bürgerinnen und Bürgern bzw. Gewerbetreibenden attraktiver zu gestalten, ohne Parkplätze zu verlieren.