Stadtverordneter Maximilian Winter – vom „jungen Offenbach“ zur FDP

31.08.2022

Der 20-jährige Offenbacher Stadtverordnete Maximilian Winter hat am Freitagmorgen die Fraktion „Offenbach für Alle“ (OfA) verlassen und sich der Fraktion der Freien Demokraten angeschlossen. Er ist der jüngste Offenbacher Stadtverordnete. Bereits am Vorabend hatte der Kreisvorstand der Partei den Mitgliedsantrag Winters in einer Sondersitzung einstimmig positiv beschieden. Der junge Stadtverordnete war über die Liste „Junges Offenbach“ (JO) in das Stadtparlament eingezogen. Da das Junge Offenbach nur einen Sitz und damit keinen Fraktionsstatuts erhielt, hatte sich die Gruppierung im Stadtparlament mit zwei anderen Listen zur Fraktion OfA zusammengeschlossen. Winter zeigte sich dankbar, dass die OfA ihm mehr als ein Jahr ermöglicht habe, die Arbeit in der Stadtverordnetenversammlung kennen zu lernen. „Da sich mittlerweile aber die Wählervereinigung JO aufgelöst hat, habe ich eine neue politische Heimat in einer Partei gesucht, in der ich langfristig arbeiten kann und will – meine neue Heimat ist die FDP“, begründete Winter seinen Wechsel. Die Freien Demokraten hätten ihn durch „freiheitliches Lebensgefühl“ und „Auftritte jenseits vom kleinen Karo“ in der Offenbacher Stadtverordnetenversammlung überzeugt. Den kürzlich von OfA-Akteuren beschritten Weg, zur Gründung einer OfA-Wählervereinigung war er bereits nicht mitgegangen.

FDP-Vorsitzender und Landtagsabgeordneter Oliver Stirböck betont, „Winters tiefe Verwurzelung im Offenbach Vereinsleben stärkt die FDP in Offenbach“. Für FDP-Sprecherin Anja Kofahl ist der Wechsel Winters Beleg für die Attraktivität der Partei bei jungen Menschen. Fraktionschef Dominik Schwagereit äußerte ebenfalls großen Respekt – auf der Liste des JO auf Platz 4 platziert, habe sich Winter durch Kumulieren und Panaschieren bei der Kommunalwahl auf Platz 1 katapultiert. Seine Auftritte im Parlament zeigten sein „großes Herz für die Stadt“. Der Wechsel Winters vergrößert die Mehrheit der Koalition aus SPD, Grünen und Freien Demokraten in der Stadtverordnetenversammlung auf 38 von 71 Mandaten. Er gefährdet allerdings den Fraktionsstatus der OfA. „Wir wünschen uns, dass die OfA einen weiteren Mandatsträger zum Erhalt des Fraktionsstatus findet, auch eine funktionsfähige Opposition ist wichtig für das Parlament“, so Schwagereit.