Zügiges Baurecht für Fortführung der B448

Kluge StadtentwicklungMehr Mobilität beginnt im Rathaus22. September 2016

Die neue Offenbacher Stadtkoalition aus CDU, Grünen, Freien Demokraten und Freien Wählen hat sich die Umsetzung des beschlossenen Masterplans auf ihre Fahnen geschrieben und will nun erste Schritte hierfür einleiten. Zentraler Bestandteil des Plans ist die Revitalisierung des Offenbacher Ostens.

Die sich im Umbruch befindlichen Gewerbegebiete im Offenbacher Osten sind „stark in die Jahre gekommen“ und stellen sich ohne eindeutiges Profil dar. Dazu zählen die Brache des Allessa-Areals, das Gewerbegebiet Daimlerstraße, das Areal des ehemaligen Güterbahnhofs sowie die Gewerbegebiete an Mühlheimer Straße und Lämmerspieler Weg.

Zur Entwicklung des Offenbacher Ostens schlägt der Masterplan ein aufeinander abgestimmtes Maßnahmenbündel vor. Eine zukunftsfähige gewerbliche Weiterentwicklung setzt eine funktionierende innere und äußere Erschließung voraus. Aktuell wird diese jedoch im Masterplan als unzureichend bewertet. Potenziale für eine Optimierung der äußeren Erschließung bietet demnach die B 448, die für Unternehmen an der Mühlheimer Straße eine zügigere Anbindung an die A3 darstellt. Derzeit fokussieren sich die Verkehrsflüsse auf die Mainstraße und die Untere Grenzstraße, die aktuell Grenzwertüberschreitungen insbesondere bei den Stickoxidwerten aufweisen. Hier ist eine Entlastung des Verkehrsaufkommens zu Gunsten der Anwohner in den umliegenden Wohngebieten durch verschiedene Maßnahmen anzustreben.

Als Schlüsselmaßnahme zur Revitalisierung der Gewerbegebiete und Entlastung der genannten Erschließungsstraßen wird die Beauftragung einer Machbarkeitsstudie zum Bau und den Kosten einer ca. 900 m langen zweispurigen Verbindungsstraße mit abschnittsweise begleitenden Radwegen von der B 448 zur Mühlheimer Straße empfohlen.

Die Offenbacher Stadtkoalition will daher mit dem nun eingebrachten Antrag den Magistrat beauftragen eine Machbarkeitsstudie zum Bau und den Kosten einer ca. 900 m langen zweispurigen Verbindungsstraße mit abschnittsweise begleitenden Radwegen von der B448 zu Mühlheimer Straße für die Realisierung einer direkten Anbindung der B448 über die Laska-Brücke an die Mühlheimer Straße in Auftrag zu geben. Diese soll eine Umweltverträglichkeitsprüfung beinhalten, die verkehrliche Alternativen und Varianten prüfen sowie die Eingriffe in Natur und Landschaft bewerten und den nötigen  Waldeinschlag minimieren. Daneben sollen naturschutzrechtliche Ausgleichsmaßnahmen identifiziert werden.