Schneider „gestärkt“ – Freier „unter Wert“ geschlagen

PersonalienPolitik, die rechnen kann19. September 2011

Der FDP-Fraktionsvorsitzende Oliver Stirböck sieht Horst Schneider durch den Wahlerfolg „gestärkt“. Der Freidemokrat hofft, dass er jetzt sein bekundetes Amtsverständnis, Oberbürgermeister aller Offenbacher und nicht nur einer Partei zu sein, noch stärker verwirklichen kann. Stirböck rät Schneider, sich trotz des guten Ergebnisses stärker auf seine Arbeit als „oberster Wirtschaftsförderer“ zu konzentrieren und zumindest ein Gutteil der Repräsentationspflichten seiner anderen Aufgabengebiete zu delegieren. Die Ansiedlung neuer Unternehmen müsse stärker als bisher im Mittelpunkt seines Wirkens stehen. Der Freidemokrat hofft, dass Schneider auf diesem Gebiet „stärker als bisher“ konkrete Vorschläge von Union und FDP aufnimmt.

Für die Union habe sich die „Materialschlacht“ der letzten Wochen offenkundig weniger als erwartet ausgezahlt. „Die Wähler haben nicht honoriert, dass die Union Probleme wie die Haushaltssituation nur plakativ benannt, aber selbst keine plausiblen Konzepte vorgelegt hat“, so Stirböck. Mit der sehr aggressiv formulierten Wahlkampf-Botschaft „Schneider, es reicht“ habe die Partei zudem für Stilfragen sensible „bürgerliche Wähler“ eher abgeschreckt. Dies sei für die CDU umso tragischer als sie mit Peter Freier durchaus einen „beachtlichen Kandidaten“ ins Rennen geschickt habe. „Freier hat daher unter Wert abgeschnitten“, meint Stirböck.