Marktplatzumbau Herzstück des Innenstadtumbaus

Kluge StadtentwicklungLiberaler ist sozialer18. Juni 2018

Stirböck: Marktplatzumbau bleibt Herzstück des Innenstadtumbaus: „Koalition muss sich daran messen lassen

Kritik an Schuldzuweisungen zwischen CDU und SPD: „ein bisschen schofelig“, „Nicht nach Sündenböcken suchen“

Die Freien Demokraten sehen angesichts der aus ihrer Sicht „bauboombedingten Kostensteigerungen“ und den damit verbundenen Belastungen für Anlieger und Stadtkasse keine Alternative zum Baustopp am Marktplatz. FDP-Fraktionsvorsitzender Oliver Stirböck zitiert aber auch den Koalitionsvertrag, in dem der Umbau als „Herzstück des Innenstadtumbaus“ bezeichnet wird. Auch der Masterplan bezeichne den Marktplatz als eines seiner „Schlüsselprojekte“. Stirböck: „Die Offenbacher Stadtpolitik, aber vor allem die Koalition wird sich an diesem Anspruch messen lassen müssen“. Stillstand sei keine Option für die Entwicklung der Zukunft der Innenstadt.  Der Freidemokrat kann sich auch eine „schrittweise Entwicklung“ vorstellen. Das Ziel, einer Komplettsanierung dieses zentralen Offenbacher Areals dürfe auch gerade angesichts der hohen privaten Investitionen in der Umgebung nicht „ad acta gelegt“ werden. Der neugestaltete Platz sei schließlich der städtische Beitrag, um die Aufenthaltsqualität im urbanen Kern zu erhöhen. „Sachfremd, ärgerlich und teilweise auch ein bisschen schofelig“ nannte Stirböck gegenseitige Schuldzuweisungen zwischen SPD und Union, nach denen die Koalition wegen ihrer Beratungen oder der frühere Oberbürgermeister Horst Schneider wegen seiner Planung schuld sei. Die Beratungen der Koalition seien aufgrund der ungelösten Frage des Öffentlichen Nahverkehrs erforderlich gewesen. Schneider hingegen trage keine Verantwortung für die boomende Baukonjuktur, die Koalition habe zudem die Planungen selbst beschlossen. „Der Gehirnschmalz aller Beteiligten sollte jetzt auf die Suche nach Gestaltungslösungen und einer Finanzierung konzentriert werden, nicht nach Sündenböcken“. Für die FDP gebe es da keine Denkverbote und keine „ideologischen Scheuklappen“. Stirböck kann sich etwa durchaus vorstellen, verkehrsbelastungsmindernde Maßnahmen vorzuziehen, um schnell Fortschritte bei der Verknüpfung von Fußgängerzone und Wilhelmsplatz zu erzielen. „Vielleicht müssen wir da jetzt auch weiter gehen als bisher angedacht“, so Stirböck. Dies sei die Frage eines schlüssigen Gesamtkonzepts.