Offenbach muss digitaler werden

Kluge StadtentwicklungPolitik, die rechnen kann23. März 2020

Rathauskoalition fordert Einführung einer ‚Offenbach-App‘

„Die aktuelle Situation mit dem Corona-Virus zeigt wie verletzlich unsere Gesellschaft ist und wie wichtig Kommunikation und Information ist,“ so der FDP-Fraktionsvorsitzende Dominik Schwagereit. Die Digitalisierung und die online-Kommunikation sei schon zu normalen Zeiten ein Segen, weil Wartezeiten entfallen und Dienstleistungen rund um die Uhr zur Verfügung ständen, die derzeitige Ausnahmesituation zeige aber auch, dass verlässliche lokale Informationen auch notwendig seien.
„Die Digitalisierung nimmt immer stärker zu; die Nutzung von Smartphones ist eine Selbstverständlichkeit. Diesen Trend muss auch die öffentliche Verwaltung vor dem Hintergrund der derzeitigen Erfahrungen viel stärker aufnehmen. Mit dem Onlinezugangsgesetz (OZG) soll die Interaktion zwischen Bürgerinnen, Bürgern und Unternehmen mit der Verwaltung in Zukunft deutlich schneller, effizienter und nutzerfreundlicher werden. In diesem Zusammenhang müssen die meisten Verwaltungsleistungen bis Ende 2022 online zur Verfügung stehen,“ so FDP-Fraktionsvorsitzender Dominik Schwagereit.
Allein dieser Grund mache es notwendig, dass es für den Bürger auch eine einfache und leicht nutzbare Plattform gibt, die möglichst viele der Dienstleistungen zukünftig auch allgemein verständlich nutzbar macht ohne den Gang auf das Rathaus antreten zu müssen. Auf Anregung der Freien Demokraten habe die Offenbacher Rathauskoalition daher unabhängig von den aktuellen Entwicklungen einen Antrag erarbeitet, der ein Konzept für die die Einführung einer App fordert, auf der die Leistungen, die die Stadt, der Stadtkonzern und z.B. die Mainarbeit online angeboten werden.
Darüber hinaus sei es die Vorstellung der Antragsteller, dass die App aber auch eine Informations- und Interaktionsplattform sein solle, über die Bürger ihre Anliegen melden können (z.B. Mängel- und Störungsmelder) oder sich aktuell informieren können (z.B. über aktuelle Einschränkungen durch angeordnete Beschränkungen oder durch Baustellen, Gesundheitshinweise (!) etc.) . Ein Vorbild für den Informationsteil könne hierbei die Rodgau-App sein, in der auch aktuelle Nachrichten, Freizeitangebote, Fahrpläne u.ä. dargestellt werden. Zur Umsetzung eines nun zur erarbeitenden Konzeptes, seien auch im laufenden Haushalt schon 50.000 Euro vorgesehen, so Schwagereit abschließend.