Schwagereit: Marktplatzumbau flankiert private Investitionen

Kluge Stadtentwicklung22. Januar 2018

Die Freien Demokraten haben die Neugestaltung des Marktplatzes vor Kritik – vor allem von Union und SPD –  in Schutz genommen. Der Umbau des Marktplatzes sei das „Herzstück des Innenstadtumbaus“, so der planungspolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Dominik Schwagereit. Dies stehe im Übrigen auch so wörtlich im Koalitionsvertrag, wundert sich Schwagereit über distanzierte Äußerungen der Union zur Priorität des Projekts.

 

Auch der Masterplan bezeichne den Marktplatz als eines seiner „Schlüsselprojekte“. Der neue Marktplatz werde die vom Masterplan vorgesehene „Gelenkfunktion“ zwischen Fußgängerzone Frankfurter Straße, Karree Offenbach sowie Wilhelmsplatz und Bieberer Straße erfüllen können. Der neugestaltete Platz sei der städtische Beitrag, um die Aufenthaltsqualität im urbanen Kern zu erhöhen. „Die Umgestaltung flankiert damit geplante private Investitionen in die Umgebungsbebauung an den Gebäuden Toys R Us und City-Center“, meint Schwagereit. Gerade bei letzterem Gebäude komme es jetzt entscheidend darauf an, diese Investitionen so zu lenken, dass der Platzcharakter gestärkt und der Platz nicht lediglich als langer Schlauch empfunden werde.

 

Wenig Verständnis hat Schwagereit auch für die Kritik der SPD, es handele sich um einen „mittelmäßigen Entwurf“. Die SPD habe lediglich zwei marginale Veränderungsvorschläge zu dem Beschluss präsentiert, die aber nicht den Marktplatz an sich, sondern Salzgässchen und Biergrund betroffen hätten. Richtig ist, dass es sich beim beschlossenen Konzept in der Tat um einen Kompromiss handele, aber weniger um einen parteipolitischen, sondern einen „zwischen optimaler Gestaltung, Erreichbarkeit der Innenstadt mit Auto und Bus sowie Kosten des Projekts.“ Dieser sei aus Sicht der Freien Demokraten „sehr gelungen“, man hätte aber begründet sicher auch andere Abwägungen treffen können. Auch die Ursprungsplanung habe im Übrigen nie die Option eines „autofreien Platz“ beinhaltet. Es sei immer nur darum gegangen, den Durchfahrtsverkehr zu begrenzen. Gelinge dies nicht mit dem jetzigen Konzept, beinhalte der Plan der Koalition ausdrücklich, hier nachzuarbeiten.